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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Rind » Milchproduktion » Wettbewerbsnachteile ]
Samstag, 26.05.2012
Milchproduktion | 02.11.2011 Redaktion agrarheute.com

EU-Milchindustrie befürchtet von Agrarreform Wettbewerbsnachteile

Brüssel - Die europäische Milchwirtschaft ist von den Vorschlägen zur Zukunft der Agrarpolitik nicht überzeugt.
Die durchschnittliche Milchleistung pro Kuh beträgt in Deutschland 8.173 Kilogramm. © Mühlhausen/landpixel
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Die durchschnittliche Milchleistung pro Kuh beträgt in Deutschland 8.173 Kilogramm.
© Mühlhausen/landpixel
"In dem Paket finden sich zu viele Elemente, die zu Wettbewerbsverzerrungen auf dem Binnenmarkt und zu Nachteilen am Weltmarkt führen könnten", erklärte der Generalsekretär der Europäischen Vereinigung der Milchwirtschaft (EDA), Dr. Joop Kleibeuker, vergangene Woche in Brüssel. Wenn man die Produktivität behindere und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit vernachlässige, gefährde das die wirtschaftliche Nachhaltigkeit des europäischen Milchsektors. Die EDA kritisiert insbesondere die Umstellung der Direktbeihilfen auf Regionalprämien. Das führe zur Umverteilung zwischen Zweigen der Landwirtschaft auf nationaler Ebene. Nach Berechnungen der Europäischen Kommission führe dies EU-weit zu beträchtlichen Einkommensverlusten für Milchviehhalter, so die EDA. Wenn man die Direktzahlungen an Nachhaltigkeitskriterien binde, dürfe man dabei nicht nur Umweltbelange in Betracht ziehen, sondern müsse auch die soziale Rolle berücksichtigen, die beispielsweise von Milcherzeugern geleistet werde.

Gekoppelte Stützung könnte zu Produktionssubventionen in einigen Ländern führen

Ferner könnten die Vorschläge zur Beibehaltung einer gekoppelten Stützung dazu führen, dass einige Mitgliedstaaten die Milchproduktion subventionierten. Auch das geplante Instrument zur Einkommensstabilisierung trifft bei der EDA nicht auf Gegenliebe: Dadurch könnten in bestimmten EU-Ländern die Anreize zur Ausrichtung am Markt verringert werden. Als unzureichend bezeichnete der Verband die vorgesehenen Mittel für Forschung und Entwicklung. Kleibeuker betonte, in den anstehenden Verhandlungen bleibe noch eine Menge zu tun. Die europäische Milchindustrie fühle sich zur Zusammenarbeit mit den Institutionen und Mitgliedstaaten der EU verpflichtet, um das Paket im eigenen Sinne zu verbessern.
AgE
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Keywords Agrarreform | Brüssel | Direktzahlung | EDA | Europa | Milch | Milcherzeuger | Milcherzeugung | Milchproduktion | Regionalprämie
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