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Agrar- und Ernährungswirtschaft sind mit einer Reihe von wirtschaftlichen und finanziellen Risiken, mit Risiken der Lebensmittelsicherheit und mit durch den Klimawandel bedingten Risiken konfrontiert. Darüber hinaus spielt auch die Risikowahrnehmung der Gesellschaft eine zentrale Rolle für das Risikomanagement in der Agrar- und Ernährungswirtschaft.
Diese unterschiedlichen Aspekte werden auf der Jahrestagung des Dachverbandes Agrarforschung (DAF) am 29./30. Oktober in Braunschweig von Experten unterschiedlicher Forschungsrichtungen beleuchtet und interdisziplinär diskutiert. Die DAF-Jahrestagung bietet Wissenschaftlern der betroffenen Fachrichtungen, Entscheidungsträgern in Politik und Organisationen der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie der Industrie und Wirtschaft Orientierung über den Stand der Risikoforschung.
Umgang mit wirtschaftlichen Risiken
Wirtschaftliche Risiken und deren Beherrschung erfahren aufgrund der zunehmenden Unsicherheiten auf den Märkten für Betriebsmittel und landwirtschaftliche Produkten, sich verschärfende Anforderungen bei der Kreditvergabe etc. zunehmende Bedeutung in der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Die Tagung beleuchtet den Umgang mit wirtschaftlichen Risiken aus der Sicht des landwirtschaftlichen Betriebes und zeigt Wege auf, wie Agrarpolitik und internationaler Agrarhandel auf die zunehmenden Agrarpreisschwankungen reagieren können.
Risikomanagement in der Lebensmittelkette
Darüber hinaus werden Preis- und Ertragsrisiken in der Landwirtschaft aus Sicht der Banken beleuchtet. Risiken der Lebensmittelsicherheit sind von hoher gesellschaftlicher Relevanz und in diesem Kontext oft mit der Forderung nach einem "Nullrisiko" verbunden. Dabei stellt sich die Frage nach Wegen zur Risikominimierung und Risikokommunikation. Experten aus den Bereichen Pflanzenschutz, Tierseuchen und Tiergesundheit sowie aus dem Bereich privater und öffentlicher Qualitätskontrolle beleuchten die Herausforderungen des Risikomanagements in der Lebensmittelkette und zeigen Wege zu deren Bewältigung auf.
Strategien und Maßnahmen
Mit Risiken neuerer Art werden Land- und Forstwirtschaft sowie die Politik durch den Klimawandel konfrontiert. So müssen sich Land- und Forstwirtschaft an zunehmende Witterungsextreme mit Trockenheit aber auch auf Starkniederschläge einstellen. Experten stellen Strategien und Maßnahmen vor, mit denen sich die Land- und Forstwirtschaft den sich ändernden Bedingungen stellen können. Neben den produktionstechnischen Anforderungen stellt sich die Frage, ob mit Mehrgefahrenversicherungen zunehmende Witterungsrisiken abgesichert werden können und dieser Bereich ein Handlungsfeld für den Staat ist.
Risikowahrnehmung in der Gesellschaft
Dazu werden Experten aus der Versicherungswirtschaft und der agrarpolitischen Wissenschaft Stellung nehmen. Die Agrar- und Ernährungswirtschaft wird zunehmend von der Risikowahrnehmung der Gesellschaft, zum Beispiel bei der Anwendung neuer Technologien beeinflusst. Essenziell für die Risikokommunikation und das Risikomanagement in der Agrar- und Ernährungswirtschaft sind Kenntnisse über die Risikowahrnehmung in der Gesellschaft als "Kunden" für Produkte der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Am Beispiel der Grünen Gentechnik wird aufgezeigt, wie Verbraucher und Politik Risiken wahrnehmen und welche Folgen dies für die Agrar- und Ernährungswirtschaft hat.
Weitere Informationen und Anmeldung
Die Veranstaltung findet im FORUM des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI), Bundesallee 50, in 38116 Braunschweig statt. Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen erforderlich. Programm und Anmeldeunterlagen sind erhältlich beim Dachverband Agrarforschung e.V., Ansprechpartnerin ist Paulina Horn, Tel.: 069-24788-322 oder E-mail: p.horn@DLG.org. Ausführliche Informationen sind auch im Internet unter www.agrarforschung.de zu finden. (pd)

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19°C | 15°C | |
| Raps | 460,50 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Weizen | 212,75 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Mais | 210,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Kartoffeln | 5,20 Euro/dt | zur dlz-Prognose |
| Braugerste | 228,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Jungbullen U3 | 3,79 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Kühe R3 | 3,37 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Milch | 32,00 Cent/kg | zur dlz-Prognose |
| Ferkel NS | 56,50 €/St. | zur dlz-Prognose |
| Schweine 56% | 1,68 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Sojaschrot | 389,00 €/t | zur dlz-Prognose |
| Rapsschrot | 0,00 €/t | zur dlz-Prognose |
