Sonntag, 05.02.2012
Schweinepest: RLV fordert Erleichterungen im Bergischen Land
Bonn - Die Restriktionen aufgrund früherer Schweinepest-Fälle im Bergischen Land sollten nach Ansicht des RLV wieder aufgehoben werden.
Die Schweinehalter sind völlig schuldlos, Ehrmann verspricht unbürokratische Hilfe.
© Landpixel
Schon seit nahezu zweieinhalb Jahren sei kein neuer Schweinepest-Befund im Schwarzwildbestand festgestellt worden, meldet der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV). Daher hält der RLV-Hauptgeschäftsführer, Dr. Reinhard Pauw, in einem Schreiben an Staatssekretär Udo Paschedag vom nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministerium an, die Restriktionen aufzuheben. Da die Aufhebung der gefährdeten Bezirke der Abstimmung mit der EU bedürfe, möge der Staatssekretär dafür mit Nachdruck eintreten.
Zumindest das Ausmaß der gefährdeten Bezirke solle reduziert werden
Die positiven Schweinepest-Befunde im Schwarzwildbestand hatten im
Rheinisch Bergischen Kreis und im Rhein-Sieg-Kreis im Jahre 2009 zur
Ausweisung von gefährdeten Bezirken im Bergischen Land geführt. Nach
der Ausweisung von gefährdeten Bezirken in den rechtsrheinischen
Gebieten der beiden angeführten Kreise, für die Städte Köln und
Leverkusen sowie im Oberbergischen Kreis hätten die Hausschweine
haltenden Betriebe große Belastungen hinnehmen müssen, so dass
zahlreiche Betriebe ihre Nutztierhaltung inzwischen aufgegeben hätten,
heißt es in dem Schreiben.
Wenn eine vollständige Aufhebung derzeit nicht zu erreichen sei,
sollte zumindest eine Reduktion der Gebietskulisse der gefährdeten
Bezirke möglich sein, so Dr. Pauw in dem Brief. Da die gefährdeten
Bezirke aus Vorsorgegründen seinerzeit stärker ausgeweitet worden
seien, als dies nach der inzwischen mehr als zwei Jahre währenden
Beruhigung der Seuchenlage heute noch geboten sei, erwarteten die
Betriebe völlig zurecht, dass die Belastungen auf das absolut
notwendige Maß beschränkt werden, stellt der RLV-Hauptgeschäftsführer
abschließend fest.
pd
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