Tiergesundheit Fünf Tipps für den Gesundheitscheck bei Schweinen

Erschienen in der Land&Forst

Sauenhalterin kontrolliert den Tierbestand. © Christa Diekmann-Lenartz Bild vergrößern
Nehmen Sie Ihre Tiere mindestens einmal, besser zweimal täglich in Augenschein.
von , am

Je besser Sie Ihre Schweine im Blick haben, desto schneller können Sie bei Krankheiten reagieren. Fünf Tipps für eine sinnvolle Kontrolle von Tierkrankheiten.

Tierkrankheiten im Bestand sollte jeder Tierhalter möglichst schnell identifizieren. Wichtig ist deshalb eine optimale Kontrolle der Tiere. Nachfolgend zehn Tipps, was Schweinehalter regelmäßig tun sollten:

  1. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit: Mindestens einmal, besser zweimal täglich, müssen alle Tiere in Augenschein genommen werden. In Kleingruppen ist dies einfacher als in Großgruppen. Deshalb muss man bei der Haltung in Großgruppen mehr Zeit für die Tierkontrolle einplanen und auch in die Buchten gehen. Dann ist die Chance groß, auffällige Tiere frühzeitig zu entdecken.
  2. Eine gute Beleuchtung im Stall ist das A und O für eine optimale Tierkontrolle und Versorgung der Tiere: Das gilt nicht nur für die Genesungsbuchten.
  3. Treiben Sie die Tiere im Rahmen der Tierkontrolle mindestens einmal am Tag alle auf: Nur so können Sie Verletzungen wie zum Beispiel Lahmheiten frühzeitig erkennen.
  4. Nehmen Sie bei jedem Kon­trollgang einen Markierungsstift mit: So werden auffällige Tiere sofort gekennzeichnet, unnötiges Suchen beim nächsten Stalldurchgang entfällt. Sind sie dann noch auffällig, ist zu entscheiden, ob sie in der Gruppe bleiben oder in eine Genesungsbucht umgestallt werden. Eine Haltung von erkrankten Tieren auf dem Stallgang ist verboten, da diese hier keinen Zugang zu Wasser und Futter haben.
  5. Halten Sie verletzte Tiere, die sich nicht mehr in der Gruppe behaupten können, in einer separaten Genesungsbucht: Dennoch ist darauf zu achten, dass die Tiere über ein Gitter Sichtkontakt zu Artgenossen haben. Verletzte bzw. kranke Tiere sind in einer Genesungsbucht grundsätzlich immer auf einer weichen Unterlage, beispielsweise Stroh, Sägespänen oder Gummimatten, zu halten.

Weitere Tipps, um Tierkrankheiten schnell in den Griff zu bekommen, lesen Sie in der LAND & Forst 01/17 auf den Seiten 34 und 35. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…


Reinigung der Abluft im Schweinestall: Das sollten Sie beachten
  • Düsensprühbild prüfen: Bei liegenden Wäschern lässt sich durch einen Blick ins Wasservorlagebecken beurteilen, ob etwas mit den oberen Düsen nicht stimmt.

    © Bönsch/LWK Niedersachsen
  • Je mehr Ammoniak im Rohgas vorhanden ist, desto stärker muss der Wäscher arbeiten. Die Kosten steigen somit.

    © Bönsch/LWK Niedersachsen
  • Bei mehrstuffigen Anlagen sollten Sie alle Düsen kontrollieren. Die Filterwand muss dazu meist geöffnet werden.

    © Bönsch/LWK Niedersachsen
  • Der Pilzbewuchs kann in manchen Luftwäschern Probleme verursachen und Düsen verstopfen.

    © Bönsch/LWK Niedersachsen
  • Auch hohe Staubgehalte können die Füllkörper und den Filter verstopfen.

    © Bönsch/LWK Niedersachsen
  • Am Luftauslass des Filters sollten Sie prüfen, ob der Geruch abgebaut wurde.

    © Bönsch/LWK Niedersachsen
Landlive Kommentare