Ratgeber Rübenaussaat: Ablenkungsfütterung schützt vor Mäusen

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Einige Flächen sind bereits mit Zuckerrüben gedrillt. Wegen Futtermangels sind die Rübenpillen ein gern gefundenes Futter für die Waldmaus und andere Nager. Wie Sie Ihre Aussaat schützen können, lesen Sie hier.

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Die ersten Zuckerrübenpillen sind schon mit Boden.

In manchen Regionen sind die ersten Zuckerrübenpillen im Boden. In ganz Niedersachsen sind nach Angaben des Landwirtschaftlichen Informationsdienst Zuckerrübe (liz) die Bodentemperaturen noch unter fünf Grad Celsius, sowohl in fünf Zentimetern (cm) als auch in 20 cm Bodentiefe. Bei diesen Temperaturen kann die Saat nicht keimen. Bei solchen Bodentemperaturen ist es noch zu früh für die Aussaat.

So können Sie Ihre Felder gegen Waldmäuse schützen

Die Rübensaat dient oft als alternative Nahrungsquelle. Die Gefahr steigt vor allem bei niedrigen Bodentemperaturen und trockener Witterung, wenn sich Insektenlarven und Regenwürmer in tiefere Bodenschichten zurückziehen und für die Waldmaus als Nahrung nicht mehr erreichbar sind.

Eine Waldmaus kann laut liz im Durchschnitt 800 Pillen pro Nacht knacken, um an den Rübensamen zu kommen. Zum anderen keimen die Rübenpillen bei der beschriebenen Witterung deutlich später, wodurch die Waldmaus in einem längeren Zeitraum Schäden verursachen kann.

Ablenkungsfütterung als Schutz verwenden

  • Mit dem Ablegen der Rübenpillen beginnt für die Gefährdung durch die Waldmaus. Da der kleine Nager im Wald, an Feldrändern mit Hecken und Sträuchern, an Böschungenoder auf Brachflächen lebt, sind insbesondere Rübenschläge in der Nähe von diesen Lebensräumen gefährdet.
  • Der effektivste Schutz für die Pillen ist eine Ablenkungsfütterung, die am besten schon einige Zeit vor, spätestens am Tag der Rübensaat erfolgen sollte. Als Futter eignen sich ungebeizte Getreidekörner - vor allem Gerste - die möglichst keimunfähig gemacht werden (ein Kilo Körner für 2 x 5 Minuten bei 700 Watt in der Mikrowelle).
  • Zur Ablenkung wird eine Handvoll Körner alle 30-50 Meter entlang der Schlagränder platziert. Eine breitwürfige Verteilung innerhalb des Schlages ist besonders sinnvoll, wenn schon einmal ein Waldmaus-Schaden auf der Fläche gab es.

Gefahr: Mit dem ersten Regen nach der Aussaat

Die Gefahr für die Rübensamen ist mit dem ersten Regen nach der Saat - zirka fünf Millimeter bzw. mit der Keimung gebannt. Solange müssen gefährdete Rübenäcker regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls soll eine Ablenkungsfütterung wiederholt werden.


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