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Zur Qualitätssicherung der Düngemittel gehört der analytische Nachweis der Herkunft ihrer Ausgangsprodukte, insbesondere wenn diese neben Nährstoffen auch unerwünschte toxische und radioaktive Schwermetalle enthalten können. Wissenschaftler der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig ist es nun nach eigenen Angaben gelungen, Herkünfte von Phoshor-Düngern zurückzuverfolgen. Dazu bedienen sie sich der aus der Kriminalistik bekannten "Fingerprint"-Methode.
Solche "Fingerabdrücke" bestehen entweder aus Mustern von Schwermetallen oder dem Verhältnis der Isotope eines oder mehrerer Elemente. Sedimentäre (aus Ablagerungen entstandene) Rohphosphate weisen in ihrem "Fingerabdruck" höhere Gehalte an Cadmium, Chrom, Nickel, Molybdän und Uran auf, magmatische Rohphosphate (aus vulkanischen Prozessen entstandene) dagegen höhere Gehalte an Strontium und Titan, so die Wissenschaftler. Rohphosphate aus dem Mittleren Osten und Nordafrika würden sich von solchen aus den USA durch höhere Gehalte an Wismut, Blei und Cobalt unterscheiden.
Würden diese Rohphosphate bei der
Düngerherstellung chemisch aufgeschlossen, könnten sich diese "Fingerabdrücke" allerdings
verwischen, weil sich die Elemente zu unterschiedlichen Anteilen auf Düngemittel
und Neben- oder Abfallprodukte verteilten. Eine "Spurensicherung" sei dann nur durch Zuhilfenahme
der Isotopen-Verhältnisse der Elemente Strontium und Uran möglich, was
dann aber aufwändigere Messverfahren, wie ThermIonen-MassenSpektrometrie (TIMS)
erfordere. (pd)

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