Technik 340 Oberstufenschüler auf VDMA-Nachwuchsevent ‚Agritech Future’

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Hannover – Die mittel- bis langfristigen Perspektiven für Ingenieure in der Agrartechnikindustrie könnten laut VDMA-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer besser nicht sein. Dies erklärte er im Rahmen des VDMA-Nachwuchsevents ‚Agritech Future’ am 18.11. auf der ‚Agritechnica’.

VDMA-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer
Betrachte man die globalen Herausforderungen in den Zukunftsfragen Welternährung, Energiesicherheit und Klimaschutz als lösbar, so gehe kein Weg an moderner Agrartechnik vorbei. „Mithilfe der Präzisionslandwirtschaft sind Ertragssteigerungen möglich, die ökologisch, ökonomisch und sozial gesehen künftig unverzichtbar sein werden“, so Scherer weiter.
In nachhaltigen, intelligent vernetzten Prozessen liege daher „der Schlüssel für eine sichere Versorgung von bald neun Milliarden Menschen auf diesem Planeten.“ Der steigende Bedarf an qualifizierten Jungingenieuren liegt dabei nicht allein in der demographischen Entwicklung West- und Mitteleuropas begründet. Vielmehr erfordere die rasant wachsende Technologieintensität in der Agrartechnik immer mehr bestens ausgebildete Konstrukteure und Entwickler von Hightech-Maschinen für Acker und Stall. Bezogen auf die Personalsituation im Maschinenbau habe sich, so der VDMA, in den vergangenen drei Jahrzehnten ein „regelrechter Paradigmenwechsel“ vollzogen: „Waren 1982 noch sieben Prozent der Angestellten im Maschinenbau Ingenieure, so hat sich deren Anteil mittlerweile mehr als verdoppelt und liegt heute bei gut 16 Prozent“, sagte Scherer.
Welcher Studienweg der erfolgsversprechende sei, gelte es individuell zu klären, sagte Claas-Personalentwicklungschefin Anja Schladitz in ihrem Vortrag zur richtigen Studienwahl.
„Wer sich alle Wege offen halten möchte, ist nach wie vor mit einem Universitätsstudium auf einem hervorragenden Ausbildungspfad“. Dagegen böten duale Studiengänge Berufspraxis und akademisches Rüstzeug in enger Verknüpfung. Ebenfalls anwendungsbezogen zeigten sich Fachhochschulstudiengänge, die jedoch zumeist nicht an ein spezifisches Unternehmen angebunden seien. „Unabhängig davon, welchen Weg man einschlägt, stehen wissbegierigen Absolventen sämtliche Karrierestufen offen, zumal auch lebenslanges Lernen zunehmend wichtiger wird“, resümierte Schladitz. (pd)