Mais Transgener Mais schadet Bienenlarven nicht

<b>Würzburg</b> - Wissenschafter der Universität Würzburg haben nachgewiesen, dass Pollen von gentechnisch veränderten Maissorten die Entwicklung von Bienenlarven nicht beeinträchtigen. Der Vergleich mit Larven, die mit konventionellen Maispollen aufgezogen wurden, ergab keine Unterschiede.

Bienenkorb.jpg © Dieter Schütz / pixelio Bild vergrößern
"Weder steigt die Sterblichkeitsrate an, noch weisen die Larven Entwicklungsstörungen auf. Auch die Gewichtszunahme verläuft absolut identisch ", erklärt Projektleiter Ingolf Steffan-Dewenter. Gemeinsam mit seinem Team hat er fünf Tage lang Bienenlarven in einer künstlichen Wabe mit unterschiedlich zusammengesetzten Futtersäften ernährt.
Drei Larvengruppen erhielten die Pollen konventioneller Maissorten. Eine Gruppe bekam als Nahrungszusatz Pollen der gentechnisch veränderten Maissorte MON810, die ein für den Maiszünsler giftiges Protein bildet. Eine weitere Gruppe von Bienenlarven erhielt die Pollen einer Maissorte, die gleich drei Gene zur Bekämpfung von Maisschädlingen enthält: Unter anderem gegen den Maiszünsler und den Maiswurzelbohrer.
"Diese Gene sorgen dafür, dass die Maispflanzen Proteine produzieren, die Schädlinge bereits im Larvenstadium töten. Bt-Toxin heißen diese Proteine in der Fachsprache. Über die Nahrung aufgenommen, üben sie ihre toxische Wirkung im Darm aus. Dort sollten sie auch aktiv werden, wenn sie der Bienenlarve zur Bedrohung werden. Zumindest eine geringere Gewichtszunahme müsste dann die Konsequenz sein ", so die Wissenschafter.
Dafür fanden sie in ihren Experimenten allerdings keinerlei Hinweise. Die Bienenlarven entwickelten sich völlig normal. Für die Bienenforscher ist das ein starker Hinweis, dass das Protein aus dem gentechnisch veränderten Mais ohne Probleme im Darm von Bienenlarven verdaut wird. Dieses Ergebnis gehe konform mit dem Stand der Wissenschaft. Eine Überraschung war es deshalb für die Wissenschafter nicht. Dennoch sei die Arbeit von internationaler Relevanz: "Wir betreiben Sicherheitsforschung, um mögliche Risiken der Grünen Gentechnik für die Honigbiene zu minimieren. Unsere Motivation liegt also im Schutz der Bienen." (aiz)
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