Freitag, 24.05.2013
Zuckerrüben: Ein gutes Gärsubstrat
Oldenburg - Durch ihren hohen Zuckeranteil enthalten Zuckerrüben viel Energie. Dadurch können sie das Angebot an Gärsubstraten für die Biogasgewinnung sinnvoll ergänzen.
Der in den Rüben enthaltene Zucker macht sie zu einem energiereichen Gärsubstrat.
© landpixel
Auch die Methanausbeute kann sich sehen lassen, informiert die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Nach bisherigen Erfahrungen aus der Praxis lasse sich schon mit einem Rübenanteil von 20 bis 30 Prozent (%) im Gärsubstrat der Methangehalt im Biogas um zwei Prozent steigern. Daneben werde das Substrat dank der zügigen und hohen Abbaurate insgesamt rührfähiger, was den Strombedarf für die Rührtechnik der Anlage reduziere. Schließlich greife die Zuckerrübe als niedrig wachsende Kultur vergleichsweise wenig in das Landschaftsbild ein.
Rübe in niedersächsischen Biogasanlagen 'kein Neuling'
Wie die Kammer berichtete, ist die Rübe als Biogassubstrat in
Niedersachsen "kein Neuling". In den klassischen Anbaugebieten finde
schon heute ein Teil der
Zuckerrüben den Weg in den Fermenter. Das
betreffe vor allem die über die vertraglich vereinbarte Menge hinaus
geernteten "Überrüben", aber auch kleinere, gezielt für die
Biogasgewinnung angebaute Rübenmengen. In Gebieten wie zum Beispiel dem
Emsland, in denen die Zuckerrübe derzeit keine Rolle spiele, werde über
ihren Anbau als Energiepflanze nachgedacht.
Kammerangaben zufolge ist in
Deutschland bislang der Mais die mit Abstand wichtigste Energiepflanze,
wenn es um die Erzeugung von Biogas geht. Mais mache 88 % an den
pflanzlichen Gärsubstraten aus. Das sei auch auf dem Acker zu sehen,
betonte die Kammer. Der Maisanteil an der Gesamtfläche habe in den
vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. In Niedersachsen werde
gegenwärtig auf einem Drittel der Ackerfläche Mais angebaut. Hiervon
jeder dritte Hektar sei sogenannter Energiemais.
AgE
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