Samstag, 26.05.2012
Rüben liefern Spitzenerträge
Elsdorf/Ochsenfurt - Die Erträge und Zuckergehalte von Rüben sind in diesem Jahr rekordverdächtig. Leistungsstarke Rüben eignen sich auch am besten für Biogas.
Die Kommission hält den Verkauf von weiteren 400.000 Tonnen Zucker ohne Quote für möglic
© landpixel.de
Das erste Mal seit Beginn des Rübenanbaus in Schleswig-Holstein wurden durchschnittlich über 70 Tonnen Rüben vom Hektar geerntet. Wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ) meldet, haben zahlreiche Betriebe dort bereits die 80 Tonnen je Hektar (t/ha) überschritten.
Die hohen Regenmengen während des Sommers und zu Kampagnebeginn haben allerdings besonders in den nördlichen und westlichen Landesteilen die Zuckereinlagerung in den Rüben begrenzt.
Insgesamt wird mit voraussichtlich 12,3 Tonnen Zucker pro Hektar nach 2009 der zweitbeste Zuckerertrag in der Geschichte des Rübenanbaus zwischen den Meeren erreicht werden.
Hohe Rübenerträge und Zuckergehalte
Auch in Sachsen-Anhalt erzielten laut LIZ die
Rübenerträge mit zum Teil 65,2 t/ha in diesem Jahr einen Rekord.
Die Schwankungen reichen von
53,3 t/ha (Prignitz) bis 80,2 t/ha (Burgenlandkreis).
Die Zuckergehalte liegen trotz des frühen Kampagnebeginns bei
mittlerweile 17,90 % (16,83% in Teltow-Fläming, bis 19,79% im
Burgenlandkreis).
In der täglichen Anfuhr ist ein weiterer Anstieg zu erkennen, obwohl die
Ernte seit Anfang November abgeschlossen ist.
Auch die innere Rübenqualität von 11,3 mmol/1000g Rüben (8,2 bis 16,3
mmol/1000 g Rüben) ist nach wie vor hervorragend.
Der Beweis, dass hohe Rübenerträge mit hohen Zuckergehalten und guten
Qualitäten einhergehen, ist damit wieder belegt.
Zuckererträge weiterhin Spitze
Nach den ersten 100 Tagen der Kampagne 2011/12 lässt sich in Uelzen
eine sehr positive Zwischenbilanz ziehen. Die Mehrzahl der Naturräume
sind in den Schlagfertigmeldungen deutlich über 12 t Zucker je Hektar.
An der Spitze liegt der Naturraum Uelzen/West mit fast 13 t Zucker je
Hektar. Unmittelbar folgen die Naturräume Celle, Walsrode-Fallingbostel
und Heide mit 12,7 t. Die Zuckergehalte liegen allgemein um 18 %
Polarisation. Um die Qualitäten Ihrer noch zu liefernden Rüben bis zum
Kampagneende zu sichern, ist eine fachgerechte Mietenabdeckung
unabdingbar. Daher kontrollieren Sie weiterhin die Mietenabdeckung und
korrigieren Sie im Bedarfsfall das Vlies.
Leistungsstärkste Zuckerrübe ist auch beste Biogasrübe
Die leistungsstärkste Zuckerrübe mit dem höchsten
Zuckerertrag ist auch die beste Biogasrübe. Diese Schlussfolgerung hat
das Kuratorium für Versuchswesen und Beratung im Zuckerrübenanbau aus
den Sortenleistungsvergleich Biomasserüben (SVB) in diesem Jahr gezogen,
der von den regionalen Arbeitsgemeinschaften und dem Institut für
Zuckerrübenforschung in Göttingen durchgeführt worden ist. Der SVB 2011
habe das in den Vorversuchen von 2008 bis 2010 mit teilweise anderen
Zucker- und Futterrübensorten erzielte Ergebnis bestätigt, wonach die
Zuckerrüben den Futterrüben im Trockenmasse- und Methanertrag deutlich
überlegen seien, erklärte das Kuratorium am Dienstag vergangener Woche.
Beim Rübenertrag habe die Futterrübe
Ribambelle mit relativ 123 % im SVB 2011 den höchsten und die
nematodentolerante Zuckerrübe Corvetta KWS mit 93 % den niedrigsten Wert
erzielt. Allerdings habe diese Sorte mit 104 % den höchsten Zucker- und
mit 105 % auch den höchsten Trockensubstanzgehalt aufgewiesen. Mit 102 %
bis 106 % beim Zuckerertrag und 103 % bis 105 % beim Trockenmasseertrag
hätten die leistungsstärksten
Zuckerrüben Sabrina KWS, Eleonora KWS,
Wagner, Benno und Beretta die Spitzenplätze eingenommen und damit rund
20 % höhere Werte als die Futterrübe erreicht. Bezug nehmend auf Daten
der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker (WVZ) berichtete das Kuratorium,
dass sich mit den besten Zuckerrübensorten rund 5 800 Nm3/ha Methan
gewinnen lassen würden; das seien etwa 20 % mehr als mit der Futterrübe.
Reportage: Täglich 800 Lastwagen mit Zuckerrüben
liz/AgE/pd
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