Samstag, 26.05.2012
Landwirtschaftsministerium sieht Zukunft der Milchwirtschaft positiv
Bonn - Neuseeland kann Partner bei der globalen Herausforderung von Erzeugung und Handel von Milchprodukten für Deutschland und Europa sein.
Die großen Handelsunternehmen haben wieder kräftig an der Preisschraube für Milch und Milcherzeugnisse gedreht - sehr zum Leidwesen der Milcherzeuger.
© NiDerLander / Fotolia
Der Parlamentarische Staatssekretär der Bundeslandwirtschaftsministerin, Dr. Gerd Müller, hat sich in Berlin zu einem Gedankenaustausch über die Entwicklungen am internationalen Milchmarkt mit hochrangigen Vertretern der neuseeländischen und deutschen Milchwirtschaft sowie dem neuseeländischen Botschafter, Peter Rider, getroffen. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Gespräche standen die Markteinschätzung des globalen Milchmarktes aus Sicht der Vertreter der Milchwirtschaft sowie die Preisvolatilität und die Versorgungssicherheit agrarischer Rohstoffe.
Deutliche Nachfrageüberhang nach Milcherzeugnissen in vielen Staaten
Staatssekretär Müller bewertete dabei ebenso wie die
neuseeländische Seite und die deutschen Vertreter den internationalen
Milchmarkt als sehr positiv. Es gebe einen deutlichen Nachfrageüberhang
nach Milcherzeugnissen in vielen aufstrebenden Staaten. "Die Wirkung auf
Umwelt und Preisvolatilität sollte dabei nicht unbeobachtet bleiben, um
rechtzeitig auf Fehlentwicklungen bei den ökonomischen und ökologischen
Rahmenbedingungen reagieren zu können", sagte Müller. Solch einer
Beobachtung könne sich auch Neuseeland im Interesse der Milchwirtschaft
nicht entziehen.
Auch die Vertreter der Milcherzeuger und der Milchverarbeitung,
DBV-Vizepräsident Udo Folgart, DRV-Generalsekretär Dr. Henning Ehlers
sowie Hauptgeschäftsführer Eckhard Heuser vom Milchindustrie-Verband
zeigten sich von den Chancen für die globale und nationale
Milchwirtschaft überzeugt.
Fazit: Milchmarkt zunehmend globalisiert
Als Fazit zogen der Parlamentarische Staatssekretär und die
weiteren Teilnehmer, dass der Milchmarkt zunehmend globalisiert sei und
nicht nur die heimischen Märkte versorgt werden müssten. Vielmehr könnte
zusätzlich die Nachfrage zum Wohl der heimischen Milcherzeuger im
Ausland bedient werden. Dazu werden zukünftig auch weitere strategische und internationale Partnerschaften ins Auge gefasst.
pd
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