Samstag, 26.05.2012
Zwischenfruchtanbau: Worauf setzen Sie?
München - Zwischenfrüchte rentieren sich - ökologisch wie auch ökonomisch. Teilweise wird der Anbau bezuschusst. Jetzt, nach der Getreideernte, beginnt die Hochsaison.
Zwischenfruchtanbau lohnt sich - ökologisch und ökonomisch. (Im Bild: Phacelia)
© landpixel
Für den Zwischenfruchtanbau sprechen einige Argumente: Zum Einen wird durch die Durchwurzelung die Bodenstruktur verbessert, zum Anderen vermindert der bedeckte Boden die Bodenerosion. Neben einer Anreicherung des Bodens mit Nährstoffen (bei Leguminosen vor allem Stickstoff) kann die Zwischenfrucht auch als zusätzlich Futterquelle genutzt werden und - bei entsprechender Sortenwahl - der Nematodenbekämpfung dienen.
Zwischenfruchtanbau: Jetzt ist Hochsaison
Nach der
Getreideernte geht jetzt die Hochsaison im Zwischenfruchtanbau los. Die Agrarvis hat in ihren Niederlassungen nachgefragt und sich nach dem aktuellen Erntestand erkundigt.
Johannes Hofnagel, Geschäftsführer der Agravis Kornhaus
Ostwestfalen GmbH, schätzt, dass in seiner Region derzeit noch knapp
zehn Prozent der
Gerste auf den Feldern steht. Beim Raps seien
inzwischen "nennenswerte Mengen" abgeerntet worden. Die ersten
Ertragsschätzungen liegen zwischen drei und vier Tonnen pro Hektar. Der
Weizen wird in dieser Region noch einige Tage bis zur richtigen Reife
benötigen.
In Südniedersachsen sieht es ähnlich aus: "Die Gerstenernte
ist so gut wie gelaufen, nur noch zehn Prozent stehen noch auf den
Feldern. Auch Raps ist zur Hälfte abgefahren", berichtet Rainer Widdel,
Geschäftsführer der Agravis Niedersachsen-Süd GmbH.
Etwas anders
gestaltet sich die Lage in den
östlichen Regionen, in den Bundesländern
Sachsen-Anhalt und Brandenburg: "In der Altmark ist die Ernte von Gerste
und Raps weit fortgeschritten, wobei die Erträge eher
unterdurchschnittlich sind", beschreibt Wilhelm Winkelmann von der Baro.
In der östlichen Börde seien
Gerste und Raps abgeerntet, die Erträge
allerdings ebenfalls unterdurchschnittlich.
"Während die Ernte der
Wintergerste deutschlandweit so gut wie durch ist und auch viele Flächen
Raps abgeerntet sind, konnten vor Ort erst wenige Bestände geerntet
werden", schildert Enno Schmidt von der Agravis Ems-Jade GmbH die Lage
im Raum Ostfriesland. Auch in seinem Arbeitsgebiet warten die Landwirte
dringend auf Sonne und Wärme, um mit der Ernte beginnen zu können.
Auf welche Zwischenfrüchte setzen Sie in diesem Jahr? Machen Sie doch bei unserer rechts stehenden Umfrage mit.
ez
Neuer Ernte-Zwischenstand auf Bayerns Feldern (29.07.2011)
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