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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Pflanze » Allgemeines » Zwischenfrüchte ]
Samstag, 26.05.2012
Allgemeines | 23.08.2011 Redaktion agrarheute.com

Zwischenfruchtmischungen immer beliebter

München - Nach der Ernte ist die Zeit, um Zwischenfrüchte zu säen. Immer mehr Landwirte setzen dabei auf die Aussaat von Zwischenfruchtmischungen.
Bei unserer Umfrage gaben 23,2 Prozent an, auf Zwischenfrüchte zu setzen. © bem
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Bei unserer Umfrage gaben 23,2 Prozent an, auf Zwischenfrüchte zu setzen.
© bem
Vor allem auf erosionsgefährdeten Standorten gewinnt der Anbau von Zwischenfrüchten immer mehr an Bedeutung. Doch auch ihr Potential, Krankheiten zu unterdrücken ist nicht zu verachten. Welche Zwischenfrucht sich eignet hängt dabei von mehreren Faktoren ab. Standort, Fruchtfolge, Krankheitsübertragung, Aussaatsystem und Kosten. Wie vielfältig das Angebot und die Nachfrage nach Zwischenfrüchten und auch Zwischenfruchtmischungen ist, zeigt auch das Ergebnis unserer jüngsten Umfrage "Auf welche Zwischenfrüchte setzen Sie in diesem Jahr?" Bei den 1225 Teilnehmern ist mit 37,8 Prozent die beliebteste Zwischenfrucht immer noch der Senf als Reinsaat. 23,2 Prozent setzen auf Zwischenfruchtmischungen. An dritter Stelle wurde der Ölrettich mit 13,6 Prozent, gefolgt von Klee (11,1 Prozent) und Phacelia (9,1 Prozent) genannt. Schlusslicht bilden die Leguminosen Luzerne mit 2,9 Prozent und Lupine mit 2,3 Prozent.

Mischungen haben viele Vorteile

Der optimale Zeitpunkt für die Aussaat von Zwischenfrüchten ist nach der Getreideernte, um die warmen Bodenbedingungen zu nutzen und die Konservierung der Nährstoffe sicherzustellen. Viele Landwirte entscheiden sich aus Kosten- und Arbeitswirtschaftlichen Gründen oft für die Aussaat von Gelbsenf als Zwischenfrucht. Senf ist zwar einfach in der Handhabung, doch ist er nicht immer unbedingt die beste Wahl. Zwischenfruchtmischungen finden – wie auch das Ergebnis unserer Umfrage zeigt – immer mehr Beliebtheit, da durch den gemeinsamen Anbau verschiedener Pflanzen Nachteile ausgeglichen werden können. Zum einen mindern sie das Aussaatrisiko, da die Eigenschaften der Pflanzen unterschiedlich sind, zum anderen reduzieren sie die Kosten im Vergleich zur teuren Reinsaat . Sie können entweder selbst hergestellt oder fertig gekauft werden.
 
Weitere Vorteile der Mischungen ist die unterschiedliche Art der Durchwurzelung und das Nahrungsangebot für die Bodenlebewesen. Grundsätzlich lassen sich viele Pflanzen miteinander mischen und man kann kaum einen Fehler machen. Wichtig ist es dabei nur, die Sorten auf die eigene Fruchtfolge abzustimmen um eine mögliche Krankheitsübertragung auszuschließen und die richtigen Bedingungen für die Nachfrucht zu schaffen.

Rege Diskussionen auf landlive.de

Auch auf landlive.de gibt es regelmäßige Diskussionen um die richtige Zwischenfrucht. Die Erfahrungen der user sind unterschiedlich. So schreibt beispielsweise Daniel315 von seinen positiven Erfahrungen mit der Mischung MS 100 A: "Gleich nach Wintergerste etwas Gülle gefahren, gegrubbert und mit Sämschine gesät. Friert ab und war im Frühjahr so gut wie frei von Unkraut. Mir gefällts gut und säe nach Wintergerste wieder diese Mischung. So billig wie mit Senf fährt man jedoch nicht". Enzo77 setzt in seiner Fruchtfolge ebenfalls auf Mischungen: "Eine Mischung aus 50 Prozent Futtererbsen und 50 Prozent Hafer, Aufwand 250 kg/ha säen wir schon mindestens zehn Jahr. Kann gegebenenfalls noch als Futter gehäckselt werden, oder unterpflügen oder abfrieren, da ist im Frühjahr nichts mehr da."
Fachbeitrag zum Thema:
Redaktion DLZ Punktlandung gefragt Rapsherbizide
Lesen Sie hierzu auch
  • Produktion und Förderung Zwischenfruchtanbau: Worauf setzen Sie?
  • Betriebsführung Höhere Erzeugerpreise erreichen Landwirte nur teilweise
  • Video Erfahrungen mit Gülle Strip-Till
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Keywords Bodenleben | Durchwurzelung | Erosionsschutz | Gelbsenf | Getreideernte | Phacelia | Umfrage | Unkrautunterdrückung | Zwischenfruchtanbau | Zwischenfruchtmischungen | Ölrettich
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