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Sorten

Mais: Nachwuchs vom EU-Ausland

Maispflanze kontrollieren
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Wolfgang Piller, Wochenblatt
am
14.02.2019

Der Züchtungsfortschritt ist für die Kultur Mais mit 1,8 % pro Jahr gegenüber anderen großen Kulturen sehr hoch.

Damit neue Sorten, die in einem EU-Land zugelassen wurden, auf ihre regionale Tauglichkeit innerhalb Deutschlands getestet werden, arbeiten die für die Landessortenversuche zuständigen Länderdienststellen, das Bundessortenamt und das Deutsches Maiskomitee (DMK) seit vielen Jahren zusammen. Neu zugelassene Sorten in der EU können sich somit einem direkten Leistungsvergleich unterziehen.

Die Teilnahme an der EU-Sortenprüfung (EUP) ist jedem Züchter oder Züchtervertreter freigestellt. Ziel dieses Prüfsystems ist es, auch für diese Maissorten bundesweit objektive Versuchsergebnisse von 17 bis 25 Versuchsstandorten in verschiedenen Anbaugebieten zu erarbeiten, die der Beratung und der Praxis eine Orientierung über das Leistungsvermögen geben. Neutral erstellte Versuchsergebnisse sind entscheidend für die Sortenwahl.

Das EUP-System sieht vor, dass frühestens nach zwei Jahren und bei ausreichender Leistung die Aufnahme in den Landessortenversuch (LSV) erfolgt. Erst dann ist der Vergleich mit bereits regional bedeutenden oder neu national zugelassenen Sorten möglich. Dieser Vorfilter zur Übernahme der bestgeeigneten EU-Sorten in den regionalen Landessortenversuch hat sich bestens bewährt.

Zur leistungsgerechten Beurteilung der EU-Prüfsorten werden die Ergebnisse nach regionalen und klimatischen Gesichtspunkten zusammengefasst. Die Listen finden Sie unten.

Einen Überblick über Maissorten bietet der DMK-Sortenspiegel (www.sortenspiegel.de). Dieser wird seit vielen Jahren gemeinsam mit den amtlichen Länderdienststellen erstellt. Er listet beschreibende Informationen von national- und EU-weit zugelassenen Sorten sowie den Ergebnissen der Landessortenversuche auf.

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