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Cow-Sharing: Rindermast zum Anfassen

Schwarze und braune Angusrinder auf Weide
© agrarfoto.com
von , am
13.09.2017

Tierwohl liegt voll im Trend. Ein Osnabrücker Verein hat das erkannt und bietet Verbrauchern daher die Möglichkeit, selbst Rinderhalter zu werden.

In Deutschland ist Massentierhaltung verpönt, der Fleischkonsum leicht rückläufig. So aßen deutsche Verbraucher im letzten Jahr durchschnittlich 60 Kilogramm Fleisch und damit einen Kilo weniger als noch 2015.

Laut Ernährungsreport des Bundeslandwirtschaftsministeriums wären jedoch über 80 Prozent der Deutschen bereit, mehr Geld für Fleisch auszugeben, wenn es den Tieren besser ginge.

Kunden kümmern sich selbst um Tiere

In Osnabrück können Verbraucher seit letztem Jahr daher selbst aktiv werden. Cow-Sharing heißt das Projekt von Jan-Philip Kunath vom Verein "Weidelandschaften", bei dem Konsumenten sich selbst um die Rinder kümmern können, die sie später essen wollen.

In einem NDR-Beitrag wurde das Projekt nun vorgestellt. Zu Wort kommt neben dem Initiator auch Familie Rolf, die sich zusammen mit 13 anderen Teilnehmern um zwei Angus-Rinder kümmert.

Alle 14 Tage Kontrolle auf der Weide

Alle 14 Tage müssen die beiden Rinder auf der Weide kontrolliert werden. Im Herbst wird dann geschlachtet, das Fleisch aufgeteilt. Neben Hackfleisch, Braten und Filet bekommen die Kunden zum Beispiel auch Beinscheiben für die Suppenzubereitung, heißt es in dem Beitrag.

Umgerechnet neun Euro zahlt Familie Rolf für das Kilogramm Rindfleisch. "Man kann den Wert nicht gegenrechnen", sagt Vater Tobias Rolf. "Wir wissen wo es herkommt, was es zu essen bekommen hat und das ist einfach ganz viel wert."

Den NDR-Beitrag in voller Länge finden Sie hier.

Betriebsbesuch: Rindermast mit Weiß-Blauen Belgiern

Agust Vanhees und seine Söhne Yann und Tom spezialisierten ihren Betrieb erfolgreich auf das Standbein Weiß-Blaue Belgier. © Diersing-Espenhorst/dlz agrarmagazin
Das Zuchtziel der Vanhees sind große hochgewachsene Weiß-Blaue Belgier. Im Moment werden rund 450 Tier gehalten. © Diersing-Espenhorst/dlz agrarmagazin
100 Prozent der Kälber auf dem Betrieb der Familie Vanhees werden mittels Kaiserschnitt auf die Welt gebracht. © Diersing-Espenhorst/dlz agrarmagazin
Im Stall erhalten die Kälber ab dem zweiten Monat Zuckerrübenpellets und ein Leinsamengemisch. © Diersing-Espenhorst/dlz agrarmagazin
Ab der zweiten Woche gibt es Minerale, Spelzen, Weizen, Hafer und Wasser zur freien Verfügung. © Diersing-Espenhorst/dlz agrarmagazin
Die Mutterkühe stehen die ganze Zeit auf den um den Hof liegenden 20 ha Weide und werden mit Mais und Mineralien zugefüttert. © Diersing-Espenhorst/dlz agrarmagazin
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