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Aufreger

Habecks Vision stößt auf fachliche Kritik der Landwirte

Ein Baum freistehend auf einem Feld mit blühendem Raps und blauem Himmel im Hintergrund
am Donnerstag, 20.08.2020 - 11:19 (2 Kommentare)

Robert Habeck begegnet dem Klimawandel mit einer eigenen Vision für eine neue deutsche Landwirtschaft. Seine beispielhaften Vorschläge für die Umnutzung der landwirtschaftlichen Nutzflächen stoßen nicht nur bei konventionellen Landwirten auf Unverständnis. Auch die Bio-Bauern nehmen die Zukunftswünsche des Bündnis90/Die Grünen Politikers detailliert auseinander.

Selbst die Biolandwirte haben starken Zweifel

Screenshot  der Kritik des Facebook Lesers Thomas Essig

Besonders die Forderung nach mehr Bäumen auf dem Acker regt unsere agrarheute-Facebook-Nutzer an, sich detailliert und fachlich mit der grünen Vision Robert Habecks für eine neue deutsche Landwirtschaft auseinanderzusetzen.

Darin sind sich auch viele Bio-Bauern uneinig mit dem ehemaligen Landwirtschaftsminister Schleswig-Holsteins. Auch, dass er vorschlägt, die Erntezeiten verändern zu wollen, werten alle kommentierenden Landwirte als fachfremd. Sie fühlen sich vorgeführt. 

Mit Material von agrarheute/facebook.com

Mischkulturen fragwürdiger Zusammensetzung

User Thomas Croon antwortet auf Robert Habecks Vision

Habeck setzt sich neben dem Forstbau für einen ganz neuen Mix landwirtschaftlicher Kulturen ein. Den Landwirten ist diese Verquickung ein viel zu hohes Risiko. Das belegen unsere Leser auch sehr anschaulich an niedrigen Ertragszahlen, die solch eine Art Mischkultur nach sich ziehen würde. Gerade den Umgang mit dem knappen Gut Wasser bei größerem Baumbestand auf LNF sehen die Fachleute äußerst kritisch bis gar nicht umsetzbar.

Fragwürdig bleibt auch, wie ein bereits schon heute durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) geforderter deutlich erhöhter Anteil an ökologischen Vorrangflächen (OVF) dann überhaupt noch auf LNF realisiert werden kann.

Mit Material von agrarheute/facebook.com

Ironie als Lösung?

Fachleute und Führungskräfte in den Policy Bereichen fehlen

Die Landwirte sehen in den Vorschlägen Robert Habecks einen Rückfall in vorindustrielle Verhältnisse und einen Isolationismus inmitten einer hochmobilen Welt mit globalisierten Handelsströmen. Sie sehen am grünen Horizont ein altes, unmodernes und bevormundendes System, das an die Zeichensprache in der jüngsten Broschüre des Bundesumweltministeriums unter Svenja Schulze erinnert.

Und die innovativen Bauern vermissen die digitalen Lösungen, die die Landwirtschaft schon lange umsetzt und anwendet. Darin und in der Züchtung und Forschung sehen die landwirtschaftlichen Unternehmer Deutschlands auch weiterhin die Zukunft im Wettbewerb.     

Mit Material von agrarheute/facebook.com

Habeck: Antritt zum Bundestagsmandat

Parteivorsitzender Robert Habeck wird übrigens zur Bundestagswahl 2021 vom CDU-Kandidaten Dirk Andresen im Kampf um das Mandat für den Wahlkreis 1: Flensburg –Schleswig herausgefordert. Wir sind gespannt, wie sich die Wähler aus Angeln, Flensburg und Schleswig dann entscheiden. 

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