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Ratgeber

Hantavirus-Alarm: So schützen Sie sich vor einer Infektion

Rötelmaus
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Katharina Krenn, agrarheute
am
18.09.2017

Dieses Jahr haben sich bereits 306 Personen mit dem Hantavirus angesteckt - mehr als üblich. So vermeiden Sie eine Infektion.

Die Zahl an Hantaviruserkrankungen ist in Bayern dieses Jahr sprunghaft gestiegen. 306 Infektionen mit dem Hantavirus wurden seit Jahresbeginn gemeldet. Mehr als jede fünfte in Deutschland registrierte Infektion stamme aus Bayern, teilte die Krankenkasse DAK-Gesundheit mit. Im Vorjahr waren es lediglich 28 Fälle. Grund dafür sei, dass ein zentraler Überträger des Virus, die Rötelmaus, sich in diesem Jahr wegen des guten Nahrungsangebots im Winter und des günstigen Klimas besonders gut vermehrt habe.

Wie werden das Hantavirus übertragen?

Die Viren werden von infizierten Nagetieren über Speichel, Urin und Kot aus­ge­schieden und können darin mehrere Tage, auch in getrocknetem Zustand, infek­tiös bleiben. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch die Inhalation virushaltiger Aerosole (z.B. aufgewirbelter Staub), durch den Kontakt der ver­letzten Haut mit kontaminierten Materialien (z.B. Staub, Böden) oder durch Bisse. In Deutschland werden die Viren hauptsächlich durch die Rötelmaus, Brand- beziehungsweise Gelbhalsmaus verbreitet.

Welche Symptome treten beim Hantavirus auf?

Die Symptome einer Infektion mit dem Hantavirus ähneln einer Grippe mit Fieber sowie Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen. In seltenen Fällen kann es zu Nierenschäden kommen. Wenn akute Krankheitssymptome auftreten, ist ein Arzt aufzusuchen. Ansteckungen sind meldepflichtig.

So können Sie Infektionen vermeiden

Insbesondere Landwirte sind gefährdet sich mit Hantaviren zu infizieren. Beim Reinigen von Lagern und Stallungen kann infizierter Staub aufgewirbelt werden. Deshalb ist eine geeignete Schutzkleidung bei Reinigungsarbeiten angeraten:

  • Korbbrille, Feinstaubmaske, Einweg- Overall sowie -handschuhe aus Nitril mit langem Schaft sowie geschlossene Schuhe, zu tragen.
  • Den Schmutz vorher mit Wasser zu besprühen.
  • Verwenden Sie keinen Staubsauger, da dieser Viren über die Abluft verteilt.
  • Benetzen Sie Mäusekadaver und Exkremente mit Desinfektionsmitteln.
  • Anschließend entsorgen Sie diese in einer Plastiktüte über den Hausmüll.
  • Reinigen und desinfizieren Sie gründlich Ihre Hände nach der Arbeit.
  • Nach der Aufräumungsarbeit sollten Sie die Wohnung mit verschmutzter Kleidung von draußen nicht betreten.

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