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Schweinepreise

Schere zwischen Verkaufs- und Erzeugerpreis wird größer

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Katharina Krenn, agrarheute
am
02.12.2015

Die Preisschere zwischen Verkaufspreis und Erzeugerpreis geht in den letzten Jahren immer weiter auseinander. Angesichts der niedrigen Erlöse fragen sich die Schweinehalter, wer am Schweinefleisch verdient.

"Die Landwirtschaft wäre aktuell jedoch nicht in einer solchen Preiskrise, wenn vom erzielten Erlös an der Ladentheke nicht nur mickrige 20 Prozent bei den Erzeugern ankommen würden", erklärt der Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN) in einer Pressemitteilung. Die Preisspanne zwischen Erzeugerpreisen und dem Preis für Schweinefleisch steige immer weiter an, so die Meinung der ISN.

Schere von 70 Cent je Kilogramm

Ein Blick auf die Ladenpreise von Fleisch und Wurst zeige, so die Aussage von Matthias Quaing, Marktexperte der ISN, dass der Lebensmitteleinzelhandel die gesunkenen Einkaufspreise mit Ausnahme von einigen Lockvogelangeboten, kaum an die Kunden weiter gibt. Noch schlimmer: "Nach unseren Berechnungen ist die Schere zwischen Erzeuger- und Verbraucherpreisen in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 70 Cent je kg Schweinefleisch gestiegen", so Quaing.

Agrarminister Schmidt trifft sich zum Lebensmittelgipfel

Die ISN appelliert daher an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) bei seinem anstehenden Lebensmittelgipfel dies anzusprechen. Minister Schmidt hat für den kommenden Donnerstag rund 30 Vertreter der gesamten Wertschöpfungskette, von der Erzeugerstufe über die Verarbeitung und den Handel bis zur Ebene der Verbraucher zu einem Lebensmittelgipfel eingeladen.

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