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Unionsminister

Wolf: Agrar- und Umweltminister fordern bundeseinheitliche Regeln

Ein Wolf in Angriffslaune
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
12.02.2018

Mehrere Agrar- und Umweltminister der CDU-geführten Länder fordern in einem Thesenpapier einheitliche Regeln für Vergrämung und Entnahme verhaltensauffälliger Wölfe.

Bei einem Agrar- und Umweltministertreffen in Dresden legten die Minister ein Positionspapier zum Wolf vor. Die wachsende Wolfspopulation fordere eine Absenkung des Schutznivaus, erklärten die Unionsminister. Sie stimmten einem Vorschlag zu, wonach künftig eine zentrale Einheit bei der Vergrämung und dem Abschuss verhaltensauffälliger Wölfe zum Einsatz kommen kann. Die Minister befürworten bundesweite Standards zur "Entnahme von Wölfen" - also der Tötung problematischer Tiere. Eine Verordnung des Bundes sei besser als Extraregeln für jedes Bundesland.

EU: Umstufung erreichen

Die Zahlen aus Spanien, Finnland und Griechenland zeigten, dass der Wolf nicht vom Aussterben bedroht sei. Das müsse bei einer Einordnung in der FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat) geändert werden. Die Minister baten den Bund diese Umstufung bei der EU zu erreichen.

Mit Material von eurpoe-online/dpa

Die wichtigsten Punkte für Weidetierhalter

  • Weidetierhaltung: Dauerhafte Erhaltung der flächendeckenden Weidetierhaltung in Deutschland als tierwohlgerechte Form und damit Grundlage der Kulturlandschaft.
  • Wolfsmanagement: Grundlage für Managemententscheidungen sind staatenübergreifende Koordination durch den Bund, besonders Polen, Tschechien und Alpenanrainerstaaten.
  • Beratung und Förderung: Gesetzliche Pflichten zum Schutz vor Beutegreifern müssen konkreter werden. Beratung zum Schutz und entsprechende Maßnahmen müssen ausgeglichen werden.  
  • Entnahme: Einheitliche Standards sollen in einer Bundesverordnung festgelegt werden. Vergrämumg und Entnahme unterstützt ein Expertenteam.
  • Schutzniveau: Absenkung im Rahmen der FFH-Richtline.
Mit Material von eurpoe-online/dpa
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