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25 Jahre RAGT Saaten Deutschland

von , am
19.09.2014

Auf einer Pressekonferenz für die deutschen Agrarmedien in Würzburg ließen Mitarbeiter des Unternehmens die inhaltsreiche 25-jährige Geschichte des Züchtervertriebs Revue passieren.

Das Züchterhaus RAGT Saaten Deutschland GmbH hat sich auf die Züchtung leistungsfähiger Maissorten für hiesige Standorte spezialisiert. © Shutterstock/SP-Photo
Entstanden mit der Übernahme der Friedrich Harms GmbH im Jahr 1989 durch das französische Züchterhaus R.A.G.T. Semences, hatte sich das junge Unternehmen zunächst auf den Vertrieb von Silo- und Körnermais konzentriert, wie Dr. Thomas Mellinger, Geschäftsführer RAGT Saaten Deutschland GmbH, beschrieb. Zwei Zuchtstationen in Saerbeck und Ottmaring widmen sich der Züchtung leistungsfähiger Maissorten für hiesige Standorte. Ein Meilenstein war die Sorte Boss, Anfang der neunziger Jahre die meistverkaufte Silomaissorte Deutschlands. Heute ist die in Herford ansässige RAGT eines der führenden europäische Maiszüchterhäuser, es steht mit einem breiten Sortenportfolio an 5. Stelle.

Dr. Thomas Mellinger, Geschäftsführer RAGT Saaten Deutschland GmbH, freut sich über die Erfolge und das 25-jährige Jubiläum. © Catrin Hahn
Der Fokus bei der Züchtung liegt klar auf qualitätsbetonten Sorten. In den letzten zehn Jahren wurde der Saatgutvertrieb allerdings deutlich erweitert. Zunächst um Weizen: Den Anstoß dafür gab die Übernahme der Getreideaktivitäten des britischen Zuchtprogrammes PBI – durch die Übernahme der Getreidesparte von Monsanto – und der Weizenzuchtstation in Silstedt im Jahr 2004. Ziel und Anspruch des Züchterhauses sei es, erklärte Dr. Mellinger, eine gleichmäßig hohe Ertrags- und Qualitätsleistung unter den hiesigen Anbaubedingungen zu sichern. Krankheits- und Trockenheitstoleranz sind dabei wichtige Aspekte. Offenbar fruchtet das Vorhaben: Im Bereich Winterweizen nimmt RAGT heute Platz 5 in Deutschland ein. Den Marktanteil von derzeit 9 % möchte Mellinger auf 13 % ausbauen, woran besonders der neue Hoffnungsträger, die Neuzulassung RGT Reform (A), Anteil haben soll. 
 
Auf dem Weg zum Mehrkulturenanbieter nahm RAGT in den vergangenen Jahren den Vertrieb von Sojabohnen- sowie Silo- und Körnersorghumsaatgut auf. Im Frühjahr 2014 wurden drei neue Silosorghumsorten zugelassen, die sich durch eine gute Anpassung an hiesige Standorte auszeichnen.
 
Für das kommende Jahr die Erweiterung des Getreidevertriebs um Sommerbraugerste geplant. Die Sorte RGT Planet, deren Zulassung demnächst erwartet wird, lag in den Wertprüfungen im Ertrag um 6 bis 8 Prozentpunkte über den Standardsorten. Derzeit erbringt sie im Berliner Programm den Nachweis über ihre guten Vermälzungseigenschaften.
 
Auch für Wintergerste, Winterraps, Triticale und Sommerweizen wurden Stämme für die Wertprüfung angemeldet. Raps soll sich zukünftig zu einem weiteren Standbein entwickeln. RAGT hat Zugang zu beiden anerkannten Hybridsystemen Ogu-Hybrid-Inra und MSL (NPZ). Die ersten Sorten, Bonanza und Attletick, stehen inzwischen in den offiziellen Prüfungen.
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