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Amazone: Trotz Umsatzrückgang positiver Ausblick

von , am
16.01.2015

Trotz eines Umsatzrückgangs um 9 Prozent auf 468 Millionen Euro blickt der Landtechnikhersteller Amazone zuversichtlich in die Zukunft. "Wir befinden uns weiter auf einem sehr hohen Umsatzniveau", sagte Geschäftsführer Christian Dreyer diese Woche in einer Pressekonferenz im Hauptwerk des Unternehmens in Hasbergen-Gaste bei Osnabrück.

Dr. Justus Dreyer (links) und Christian Dreyer, die Geschäftsführer der Amazone-Werke. © Eileen Nicolai
Dreyer wies darauf hin, dass der Umsatz 2014 der zweithöchste in der Unternehmensgeschichte gewesen sei. In vielen Ländern konnte der Absatz sogar gesteigert werden, beispielsweise in Großbritannien, Irland, Rumänien, Tschechien oder Italien. Die Position im Kernmarkt Europa sieht der Geschäftsführer als gefestigt an. Amazone befinde sich weiterhin auf einem stabilen Kurs.
 
Zu den Erwartungen an das Jahr 2015 prognostizierte Dreyer, im ersten Halbjahr werde es wohl zu einer branchenweiten Abschwächung des Landtechnikmarktes kommen. "Man muss davon ausgehen, dass es durch allgemeine politische und wirtschaftliche Entwicklungen immer wieder zu Investitionspausen oder zu Abschwächungen auf einzelnen Märkten kommen kann. Aber wir sind darauf vorbereitet, auch solche Herausforderungen flexibel zu meistern", so der Geschäftsführer. Der mittel- und langfristige Trend sei aber positiv, denn auch in schwierigen Zeiten würden Agrarprodukte gebraucht, vor allem bei der immer weiter wachsenden Weltbevölkerung.

Den Weltmarkt im Blick

In Zukunft setzt Amazone vor allem darauf, den Weltmarkt mit Landtechnik zu bedienen. In Asien und Afrika sollen schrittweise neue Märkte erobert werden. Zur Erweiterung des internationalen Vertriebsnetzes dient die Gründung einer Tochtergesellschaft in China (Amazone Agricultural Machinery) mit Sitz in der Nähe von Peking. Das Hauptwerk befindet sich in Bau und soll 2017 eröffnet werden.
 
Aber auch in Deutschland werden die Amazone-Standorte erweitert und modernisiert. Beispielsweise wurde im Werk Leipzig eine neue Halle mit 2.800 qm Grundfläche für die Produktion des Volldrehpfluges Cayron errichtet. Im Werk in Altmoorshausen tätigte Amazone die bisher größte Einzelinvestition des Unternehmens. Dort wurde für 20 Millionen Euro eine neue Farbgebungsanlage errichtet.

Technische Innovationen

Unter den Produktinnovationen hob Christian Dreyer den neuen Selbstfahrer für den Pflanzenschutz, Pantera 4502-H, hervor. Per Knopfdruck kann der Fahrer die gesamte Maschine auf eine Bodenfreiheit von bis zu 1,7 m erhöhen. Diese Neuentwicklung eignet sich vor allem für die Behandlung bereits hoher Maisbestände. Die Spurweite kann bei hochgefahrener Position zwischen 2,1 und 2,6 m verstellt werden. Trotz hohem Schwerpunkt weist die Maschine eine immer noch hohe Standfestigkeit auf.
 
Auch beim Anbaudüngerstreuer ZA-V gab es Weiterentwicklungen. Die Wurfleistung wurde laut Firmenangaben um 20 Prozent erhöht und es ergibt sich ein stabiles Dreiecksstreubild. Eine Neuheit des ZA-V ist die Überlastsicherung. Diese reduziert bei geschlossenen Schiebern automatisch die Rührwerkgeschwindigkeit bis zum kompletten Stillstand. Dadurch wird der Dünger in dieser Situation nicht unnötig beschädigt.

E-Learning

Ferner erweiterte Amazone das Dienstleistungsangebot im Internet. Auf der Homepage des Unternehmens wird ein interaktives Fahrertraining angeboten. Die Bedienung einer komplexen Maschine kann online und offline geübt werden. Dies bietet die Möglichkeit, sich vor dem Ersteinsatz mit einer Maschine vertraut zu machen, und ersetzt teilweise die herkömmliche Bedienungsanleitung.
 
Einen ausführlichen Bericht über die konjunkturelle Lage der Landtechnik-Branche lesen Sie in der Februar-Ausgabe des agrarmanager, die am 28. Januar 2015 erscheint. Ein kostenloses Probeabonnement können Sie hier anfordern.
 
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