Analyse Preise für Biomilch leicht gestiegen

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In Deutschland sind die Preise für Bio-Milch im Januar mit durchschnittlich 48,69 Cent im Vergleich zum Dezember nochmals leicht gestiegen. Im Vergleich zum vorigen Jahr waren die Preise im Januar 2017 allerding geringfügig niedriger.

Am stärksten gestiegen sind die Preise in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Am höchsten waren die Biomilchpreise (für Milch mit 4,0 % und 3,4 % Eiweiß, ab Hof) im Januar in Bayern, Baden-Württemberg sowie in Ostdeutschland. In Bayern (mit den höchsten Preisen) wurden 49,3 Cent gezahlt und damit ebenso so viel wie im Vormonat.

Trotz des stärksten Preisanstiegs unter allen Bundesländern, waren die Biomilchpreise im Januar in Niedersachsen weiterhin am niedrigsten.

Die angelieferte Menge Biomilch war im Januar 2017 etwa 9,2 % größer als vor einem Jahr. Im Dezember betrug der Zuwachs der angelieferten Biomilch gegenüber dem Vorjahr 8,1 %.

Der Anteil der Biomilch an der in Deutschland insgesamt angelieferten Milch lag im Januar 2017 bei etwa 2,68 %. Im Jahr zuvor (2016) lag der Biomilchanteil bei 2,35 %.

Biomilch-Preise steigen auf 48,69 Cent

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In Deutschland lagen die Biomilchpreise auf der Erzeugerstufe im Januar 2017 (ab Hof, bei 4 % Fett und 3,4 % Eiweiß) bei 48,69 Cent. Im Vergleich zum Vormonat (48,29 Cent) sind die Preise damit leicht um 0,4 Cent gestiegen..

Im vorigen Jahr (2016) lagen die Biomilchpreise im Januar bei 48,82 Cent und waren damit noch 0,13 Cent höher.

Die Preise für Biomilch mit natürlichen Fett- und Eiweißgehalt lagen im Januar bei 49,42 Cent, im Vergleich zu 49,11 Cent im Dezember. Das ist ein Preisanstieg von 0,31 Cent.

Der durchschnittliche Fett- und der Eiweißgehalt lag im Januar bei 4,28 % und 3,38 %, im Vergleich zu 4,27 % und 3,41 % im Dezember.

Abstand zu konventioneller Milch schrumpft

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Gleichzeitig waren die (standardisierten) Preise für Biomilch im Januar 16,16 Cent höher als die vergleichbaren Preise für konventionell erzeugte Milch mit 32,53 Cent.  

Damit verringert sich die Preisdifferenz zwischen Öko-Milch und konventionell erzeugter Milch im Januar weiter. Im Dezember waren es 16,35 Cent, im November 17,12 Cent, im Oktober 21,80 Cent und in der Spitze im April 2016 sogar 23,5 Cent.

Im Durchschnitt des Jahres 2016 betrug der Preisunterschied 21,35 Cent. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres ( 2015) lag die Differenz bei 18,59 Cent und im Jahr 2014 waren es nur 10,98 Cent.

Kräftiger Preisanstieg in Niedersachsen

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Ähnlich wie bei konventioneller Milch, gibt zwischen den Bundesländern auch bei Bio-Milch weiterhin beträchtliche Preisunterschiede. Dabei waren die Preise im Durchschnitt der westdeutschen Bundesländer mit 48,72 Cent rund 0,33 Cent höher als in den ostdeutschen Bundesländern mit 48,39 Cent.

Den höchsten Biomilchpreis (für Milch ab Hof, bei 4 % Fett und 3,4 % Eiweiß) meldet man im Januar erneut aus Bayern mit 49,30 Cent. Im Vergleich zum Vormonat haben sich die Preise in Bayern jedoch nicht verändert.

Den zweithöchsten Biomilchpreis und den meldet man im Januar (wie schon im Vormonat) mit 48,76 Cent aus Baden-Württemberg. Im Vergleich zum Vormonat sind die Preise in Baden-Württemberg um 0,43 Cent gestiegen. 

Den niedrigsten Preis meldete man im Dezember mit 47,25 Cent aus Niedersachsen. Dort sind die Preise  im Vergleich zum Vormonat allerdings um 2,14 Cent gestiegen. Das war der stärkste Preisanstieg aller Bundesländer. Auch in  Nordrhein-Westfalen haben die Preise relativ kräftig 1,35 Cent auf  47,80 Cent zugelegt.

Aus Hessen/Rheinland-Pfalz wird ein Preis von 47,52 Cent gemeldet (+0,09) gemeldet. In Schleswig-Holstein wurden im Januar 47,32 Cent (+0,74) gezahlt und damit ebenfalls etwas höhere Preise. In den ostdeutschen Bundesländern sind die Preise im Januar ebenfalls recht kräftig um 1,04 Cent auf 48,39 Cent gestiegen.

Milchmenge im Januar 9,2 % größer als im Vorjahr

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Die Anlieferungsmenge von Biomilch war in Deutschland im Januar 2017 rund 9,2 % größer als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Damit erreicht die Biomilch im aktuellen Kalenderjahr (2017) einen Markanteil an der Gesamtanlieferung von knapp 2,68 %, nach knapp 2,35 % im Januar 2016.

Die insgesamt im Januar 2017 produzierte Menge Biomilch lag bei 69.589 t, im Vergleich zu 63.734 t im vorigen Jahr und 58.835 t vor zwei Jahren.

Im Monat Dezember lag der Produktionszuwachs gegenüber dem Vorjahr bei 8,1 % und hatte damit im Vergleich zum November (6,3 %) zugenommen.

Insgesamt belief sich sich die Mehrproduktion an Biomilch Jahr 2016 auf 62.573 t (+8,5 %). Die von Januar bis Dezember 2016 produzierte Menge Biomilch lag bei 794.718 t, im Vergleich zu 732.143 t im vorigen Jahr und 708.328 t vor zwei Jahren.

Produktion wächst im Osten am stärksten

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Im Januar war die Produktion von Biomilch in Niedersachen (-8,5 %) und in Hessen/Rheinland-Pfalz (-2,0 %) rückläufig. In den übrigen Ländern hat die Produktion zugenommen, ganz besonders in Ostdeutschland. Dort lag der Produktionszuwachs bei 19,3 % im Vergleich zu einem Plus von 8,3 % im alten Bundesgebiet. Bayern kommt auf dein Plus von 13,1 % und Baden-Württemberg auf 6,9 %.

Der Anteil der ökologisch erzeugten Milch lag in den ostdeutschen Bundesländern im Januar 2017 bei rund 1,2 % der Gesamterzeugung. Im alten Bundesgebiet wurden knapp 3,1 %  der insgesamt angelieferten Milch ökologisch erzeugt.

Die Hochburg der ostdeutschen Öko-Milcherzeugung ist Brandenburg, mit etwas mehr als der Hälfte der insgesamt in Ostdeutschland erzeugten Biomilch. Mit deutlichem Abstand folgen dann Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Bezogen auf Gesamtdeutschland, wurden in Brandenburg im Januar 4,7 % der gesamten deutschen Biomilch erzeugt.

Gut die Hälfte der insgesamt in Deutschland erzeugten Biomilch wurden in Bayern (51 %) angeliefert, etwa 15 % in Baden-Württemberg, 8,1 % in Hessen/Rheinland-Pfalz und 5,5 % in Niedersachsen.

Gleichzeitig waren in Bayern etwa 5,6 % der insgesamt angelieferten Milch auch Biomilch, in Brandenburg lag dieser Anteil bei 3,0 %, in Baden-Württemberg bei 5,6 %, in Hessen/RP. bei 3,6 % und in Niedersachsen lediglich bei 0,7 %.