Login
Aktuell

BASF eröffnet neue Gentechnik-Labors

von , am
18.10.2013

Der BASF-Konzern hat im belgischen Gent neue Forschungsanlagen zur Entwicklung gentechnisch veränderter Pflanzen in Betrieb genommen.

Auf dem Dach des neuen BASF-Forschungszentrums in Gent, Belgien, werden gentechnisch veränderte Reispflanzen vermehrt. © Werkbild
Die rund 4.000 qm großen Räumlichkeiten aus Büros, Laboratorien und einem 600 qm messenden Gewächshaus auf dem Dach des Gebäudes werden von der BASF-Tochter CropDesign genutzt. Am Standort Gent werden jährlich mehr als 100.000 gentechnisch veränderte Pflanzen gezüchtet und automatisiert auf ihre Eigenschaften untersucht.
 
Wie der Präsident von BASF Plant Science, Dr. Peter Eckes, gestern anlässlich der offiziellen Eröffnung hervorhob, konzentriert sich die Forschung auf Produktivitätssteigerungen. Im Vordergrund stehen mehr Ertrag, eine verbesserte Trockentoleranz und eine höhere Stickstoffeffizienz. Gearbeitet wird hauptsächlich mit Reispflanzen. Zielkulturen sind aber alle großen Ackerbaukulturen wie Weizen, Mais oder Soja. Die Pflanzen werden für den Anbau in Nord- und Südamerika sowie in Asien entwickelt. Anbauzulassungen für den europäischen Markt verfolgt BASF seit fast zwei Jahren nicht mehr.

Ökonomisch vorteilhaft

Eckes betonte die ökonomischen Vorteile gentechnisch veränderter Pflanzen für die Landwirtschaft. Als Beispiel verwies er auf eine 2012 in den USA erstmals kommerziell angebaute trockentolerante Maissorte, die gemeinsam mit Monsanto gezüchtet wurde. Im Vergleich zu herkömmlichen Maissorten erbrachte der transgene Mais unter den letztjährigen Dürrebedingungen im corn belt durchschnittlich 5 bushel oder umgerechnet 127 kg mehr Ertrag je Hektar. Hochgerechnet auf die gesamte Maisfläche im Mittleren Westen hätte dies laut Eckes einen Mehrerlös von 3 Milliarden US-Dollar (2,2 Mrd. Euro) für die Landwirte bedeutet.
Auch interessant