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Bayer: Neonikotinoid-Verbot verfehlt Ziel

von , am
10.04.2015

Eine neue Studie und eine Umfrage zum Schädlingsbefall im Herbst belegen, dass das Neonikotinoid-Wirkstoffverbot Umwelt und Natur nicht nutzen, aber der Landwirtschaft schaden.

Die Befragung von Bayer CropScience ergab, dass viele Betriebe Probleme mit dem Rapserdfloh hatten. © Catrin Hahn
Grund für das zeitweise Verbot der drei neonikotinoiden Wirkstoffe durch die EU-Kommission ist der Verdacht, am Tod von Bienen und anderen bestäubenden Insekten schuld zu sein. Zwei Untersuchungen im Freiland fanden dafür keine Belege. Eine davon, ein sehr aufwendiges Monitoring auf weit über 1.000 ha Fläche, stellen wir Ihnen in der Mai-Ausgabe des agrarmanager näher vor.
 
Außerdem fassen wir die Ergebnisse einer Umfrage zum Schädlingsbefall im vorigen Herbst zusammen. Die von Bayer CropScience durchgeführte Befragung ergab einen sehr hohen Anteil Betriebe, die sowohl mit dem Rapserdfloh als auch der Kleinen Kohlfliege zum Teil schwerste Probleme hatten. Entsprechend lautet das deutliche Fazit der Versuchsansteller und von Bayer CropScience-Geschäftsführer Dr. Helmut Schramm zum Wirkstoffverbot: „Es ist komplett verfehlt, schadet den Landwirten sowie der Wirtschaftlichkeit des Rapsanbaues und nützt den Bienen kein bisschen.“
 
Trotz des Anwendungsverbots sind in diesem Frühjahr verstärkte Winterverluste bei Bienenvölkern zu beobachten, deren Ursache nach Expertenmeinung hauptsächlich in einem starken Varroabefall zu suchen ist.
 
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