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Bodenmärkte in Großbritannien und in Polen auf Höhenflug

von , am
07.03.2014

Die neuesten Analysen auf den Bodenmarkt-Exklusivseiten des agrarmanager zeigen, dass sich auch der Bodenmarkt in Großbritannien und in Polen auf einem Höhenflug befindet. Seit 2006 sind die Preise in Polen bis 2012 auf das 2,5-Fache gestiegen. In Großbritannien wurden 2012 für Agrarland rund 175% des Preises von 2008 gezahlt.

Ähnlich wie in Deutschland verzeichnen die britischen Bodenpreise einen deutlichen Anstieg. © Fotolia/andrewroland
Auf unseren Exklusiv-Seiten finden Sie nicht nur die ausführlichsten Analysen zum deutschen Bodenmarkt, es werden ständig auch neue Analysen zu anderen EU-Mitgliedstaaten angeboten.
Die jüngsten Auswertungen von R. Siegmund beschäftigen sich mit Großbritannien und Polen. Wie in Deutschland sind auch dort starke Steigerungen der Preise in den letzten sieben Jahren zu verzeichnen. In Großbritannien lag der durchschnittliche Preis 2012 mit (umgerechnet) 18.482 €/ha etwas über dem deutschen Niveau. In Polen wurden 2012 beim privaten Verkauf 6.098 €/ha (2006: 2.382 €/ha) verzeichnet.
 

Weiter steigende Tendenz erwartet

Für Großbritannien wird auch weiter eine steigende Tendenz erwartet. Wie Savills Research meldet, gilt das vor allem für die Flächen mit hoher Bonität. 2013 verzeichnet die Statistik bereits einen Durchschnittspreis von 24.760 €/ha für gutes Ackerland.
Während die Preise von 1996 bis 2005 kaum eine Entwicklung zeigten, begann 2006 eine regelrechte Preisralley. Von 2011 zu 2013 sind in allen Regionen Großbritanniens die Preise deutlich gestiegen. Für Ostengland, wo 2013 mit 26.797 €/ha der höchste Durchschnittswert verzeichnet wird, betrug die Steigerung seit 2011 mehr als 36%. Schottland mit dem niedrigsten Durchschnittspreis von 13.282 €/ha im Jahr 2013 hatte 14% höhere Preise als 2011.
In Großbritannien werden - in den letzten Jahren ziemlich konstant - rund 60.000 ha Agrarfläche pro Jahr verkauft.
 

In einem Jahr 25 % mehr

Polen verzeichnete bei den privaten Verkäufen 2012 zum Vorjahr eine Steigerung um mehr als 25%. Der Durchschnittswert von 6.098 €/ha liegt um 1.299 € über dem Vorjahreswert. Polen hat damit seinen nördlichen Nachbarn Schweden überflügelt.
Anders als in Deutschland bei den BVVG-Verkäufen liegen in Polen die Preise der ANR (Agentur für landwirtschaftliche Immobilien) für Verkäufe staatlicher Flächen unter den Durchschnittswerten bei den privaten Verkäufen. Mit (umgerechnet) 4.623 €/ha betrug der ANR-Durchschnittspreis 2012 nur drei Viertel des Preises bei privaten Verkäufen. Der Verkauf von rund 130.000 ha staatlichen Landes führt in unserem Nachbarland nicht zu preistreibenden Effekten.
Übrigens zeigten die zuletzt veröffentlichten Analysen für Schweden auch einen deutlichen Preisanstieg in den letzten Jahren. 2012 wurden in dem Land mit den traditionell sehr niedrigen Bodenpreisen 5.704 €/ha erreicht.
In den Niederlanden mit einem extrem hohen Preisniveau von fast 50.000 €/ha wird dieser Durchschnittswert seit 2009 stabil gehalten.
 
Die ausführlichen Analysen unter: www.agrarmanager.com > Exklusiv > Bodenmarkt.
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