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Bodenpreise in der EU steigen

von , am
02.05.2013

Eine neue Analyse des Portals Bodenmarkt EXLUSIV des Wirtschaftsmagazins agrarmanager zeigt, die Bodenpreise in Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Polen, Schweden, der Slowakei und Tschechien steigen wie in den vergangenen Jahren weiter ungebrochen an.

© Phototom/Fotolia.de
Die jetzt vorliegenden 2011er Zahlen lassen erkennen, dass nur in Dänemark und Spanien die durchschnittlichen Bodenpreise sinken. Rekordwerte von allen EU-Ländern erreichen die Bodenpreise in den Niederlanden. Landwirtschaftlich genutzte Flächen kosteten hier 2011 im Durchschnitt 48.328 Euro/ha. Das waren noch einmal 1.277 Euro mehr als 2009.
 
In diese Preise sind die Flächen für den intensiven Gartenbau und die Unterglasflächen nicht einbezogen. Auffällig hohe Preise werden in den Regionen Utrecht, Gooi und West Holland mit über 70.000 Euro/ha verzeichnet. Die Mobilität am Bodenmarkt nimmt in den Niederlanden aber seit 2007 deutlich ab (2011: Kauf von 1,1 % der LF).
 
Besonderheiten gibt es bei den Pachten. Hier gilt seit 2007 in den Niederlanden ein Pachtrecht, das regionale Pachtnormen vorhält. Das führte zu einer Beruhigung der Pachtpreise. 2010 betrugen sie durchschnittlich 530 Euro/ha und Jahr.
 
Dänemark wies 2011 umgerechnet in Euro für Familienverkäufe 18.587 Euro/ha und für freie Verkäufe 23.355 Euro/ha aus. Großbritannien hatte 2011 einen Durchschnittswert von 13.870 Pfund/ha (15.980 Euro) in der Statistik. Das reicht von 11.672 Euro/ha in Schottland bis 19.644 Euro/ha in Ostengland.

Anstieg in Italien

In Italien steigen die Durchschnittspreise für Agrarflächen seit 1995 kontinuierlich an. 2011 betrugen sie 19.400 Euro/ha, das sind 3.500 Euro mehr als 2006. Das nationale Institut für Agrarökonomie (INEA) rechnet bei einer stabilen Flächennachfrage mit weiter steigenden Preisen. Spanien hat seit 2007 (11.070 Euro/ha) rückläufige Preise. 2011 betrugen sie 10.003 Euro/ha. Dieser Rückgang betrifft alle Flächenarten, auch die deutlich teureren Gemüse-, Obst- und Unter-Glas-Flächen.
 
Schweden mit traditionell sehr niedrigen Bodenpreisen hat inzwischen umgerechnet die Schwelle von 5.000 Euro/ha erreicht. Die osteuropäischen EU-Länder Polen, Slowakei und Tschechien haben deutliche Preisanstiege, allerdings auf deutlich niedrigerem Niveau, zu verzeichnen. Dabei erreicht Polen mit 4.870 Euro/ha schon fast schwedisches Niveau. In Tschechien sind das noch 2.373 Euro/ha und in der Slowakei nur 1.600 Euro/ha.
 
Ein direkter Vergleich und eine exakte Bewertung der Preise sind aufgrund zahlreicher Besonderheiten, auch in der Erfassung, nicht möglich. Dazu geben die vorliegenden Analysen ebenfalls Auskunft. Diese und weitere Informationen enthalten die Analysen, die auf Bodenmarkt EXKLUSIV zu finden sind.
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