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Bodenpreise in Sachsen-Anhalt weiter gestiegen

von , am
27.05.2013

Die Bodenpreise auf besseren Standorten in Sachsen-Anhalt sind vergangenes Jahr weiter deutlich gestiegen. Erstmals wurde ein Landesdurchschnitt von über 10.000 Euro/ha erreicht. In Hessen dagegen stagniert der Bodenpreis. Das ist den Länderauswertungen 2012 zu entnehmen, die das Wirtschaftsmagazin agrarmanager jetzt in Bodenmarkt EXKLUSIV veröffentlicht hat.

Bodenmarkt: Für Schleswig-Holstein wurde 2013 ein durchschnittlicher Kaufwert von 25.013 Euro je Hektar ausgewiesen. © VRD/fotolia.com
Die Ergebnisse der BVVG für 2012 kündigten den weiteren Anstieg der Bodenpreise in Sachsen-Anhalt bereits an. Die BVVG-Verkäufe waren mit durchschnittlich 17.392 Euro/ha Agrarland um 2.000 Euro teurer als im Vorjahr. Jetzt hat das Statistische Landesamt die Rekordsumme von 10.965 Euro/ha im Landesdurchschnitt über alle Verkehrswertverkäufe 2012 mitgeteilt. Im Vorjahr waren das noch 1.229 Euro oder 12,6 % weniger.
 
In Sachsen Anhalt wurden vor allem Böden mit guter bis sehr guter Bonität verkauft. Überdurchschnittliche Preise wurden im Salzlandkreis (15.651 Euro/ha, Ackerzahl 83), im Saalkreis und in der Börde erzielt. Im Altmarkkreis Salzwedel dagegen wurden im Durchschnitt für 42er Böden 4.962 Euro/ha bezahlt.
 
Die neuen Meldungen von BVVG-Ausschreibungsverkäufen (Mai 2013) zeigen für gute Böden in Sachsen-Anhalt weiter Spitzenwerte. So wurden in den letzten Monaten in Zabitz, Kreis Anhalt-Bitterfeld, 19 ha 73er Boden für ein Höchstgebot von über 28.000 Euro/ha verkauft. In Samswegen, Bördekreis, fanden 8,5 ha 70er Boden für 25.630 Euro/ha einen neuen Eigentümer und in Schafstädt im Saalkeis 16,5 ha (AZ 92!) für 25.000 Euro/ha.
 
Weiter werden in den Ausschreibungen auch Flächen zu Höchstpreisen bei Pachtgeboten vergeben. Allein im letzten halben Jahr wurde neun Mal die Grenze von 1.000 Euro/ha und Jahr überschritten. Der Spitzenwert wurde am 10. April 2013 in Altenweddingen, Bördekeis, erzielt: Für 26,5 ha 86er Boden erhielt ein Höchstgebot von 1.609 Euro/ha den Zuschlag.
 
Mit 13.049 ha wechselte 2012 in Sachsen-Anhalt dreimal soviel Agrarland den Besitzer wie in Hessen. Dort wurde ein Durchschnittspreis von 12.530 Euro/ha vom Stastischen Landesamt für 2012 gemeldet. Seit 2000 gibt es in diesem zentralen Bundesland nur sehr wenig Entwicklung bei dem Durchschnittswert. Rekorde werden - bei wenig verkaufter Fläche - vor allem in den Zentren Main-Taunus-Kreis (49.665 Euro/ha), Offenbach und Wiesbaden erzielt. Während im  Regierungsbezirk Darmstadt 1.149 ha für durchschnittlich 20.429 Euro/ha den Eigentümer wechselten, waren es 1.048 ha im Regierungsbezirk Gießen für 8.562 Euro.
 
In Bodenmarkt EXKLUSIV bietet agrarmanager die weltweit umfangreichste Bodenmarkt-Datei.
 
Mehr zu den ersten 2012er Ergebnissen finden Sie unter: Bodenmarkt EXKLUSIV, Verkäufe Deutschland, Sachsen-Anhalt, Hessen.
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