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Deutlich weniger Raps und Zuckerrüben

von , am
19.05.2015

Die Anbaufläche von Winterraps ist in Deutschland zur Ernte 2015 um 88.400 Hektar oder 6,4 Prozent auf 1,30 Millionen Hektar eingeschränkt worden. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die auf Meldungen aus den Bundesländern zum Stand von April 2015 beruhen.

© nowick/agrar-press
Die freigewordene Rapsfläche kommt vor allem Weizen und Gerste zugute. Die mit Winterweizen bestellte Fläche war in diesem Frühjahr mit 3,25 Millionen Hektar um 95.100 Hektar oder 3,0 Prozent größer als zwölf Monate zuvor. Den Anbau von Wintergerste haben die Landwirte um 39.800 Hektar beziehungsweise 3,2 Prozent auf 1,27 Millionen Hektar ausgeweitet. Bei Roggen und Triticale war ein leichter Rückgang zu beobachten. Hingegen dürfte die Aussaat von Sommergetreide um 3,9 Prozent auf 547.100 Hektar zugenommen haben.
 
Deutliche Veränderungen gab es bei Zuckerrüben und Eiweißfrüchten. Aufgrund der sehr hohen Zuckervorräte haben die Rübenanbauer die Aussaatfläche zur Kampagne 2015 um 57.000 Hektar oder 15,3 Prozent eingeschränkt. Damit stehen im Herbst nur 315.500 Hektar Zuckerrüben zur Rodung an. Bei den Hülsenfrüchten macht sich das Greening der EU-Agrarpolitik bemerkbar. Der ersten Schätzung zufolge verdoppelte sich die Anbaufläche von Erbsen zur Körnergewinnung von 41.700 Hektar im Jahr 2014 auf 84.100 Hektar zur Ernte 2015. Eine ähnliche Steigerung wird für die Ackerbohnen erwartet.
 
Beim Körnermais gab es mit 482.000 Hektar im Vergleich zum Vorjahr praktisch keine Veränderung der Aussaatfläche. Dagegen wurde der Anbau von Silomais um 2,1 Prozent auf 2,13 Millionen Hektar ausgedehnt.
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