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Endspurt zur Initiative Tierwohl

von , am
24.04.2015

Am 28. April endet die erste Registrierungsphase für schweinehaltende Betriebe, die sich an der Initiative Tierwohl beteiligen wollen. Angesprochen sind Schweinemast-, Ferkelaufzucht- sowie sauenhaltende Betriebe.

© Initiative Tierwohl
Um sich registrieren zu lassen, muss ein Tierhalter lediglich einen von der Initiative Tierwohl zugelassenen landwirtschaftlichen Bündler seiner Wahl beauftragen, die Registrierung für seinen Betrieb vorzunehmen. Die Dokumente zur Registrierung stehen auf der Webseite der Initiative Tierwohl zum Herunterladen zur Verfügung. Hier finden Interessierte außerdem eine Liste aller zugelassenen Bündler.
 
Für die Registrierung sind verschiedene Angaben notwendig: Neben grundlegenden Informationen wie beispielsweise Produktionsart und Anzahl der gehaltenen Tiere sind insbesondere die ausgewählten Tierwohlkriterien und das Datum, zu dem die Umsetzung dieser Kriterien erfolgen soll, relevant. Teilnehmende Betriebe sollten in der Lage sein, die von ihnen angegebenen Tierwohlkriterien bis zum 30. September 2015 zu erfüllen. Anfang Mai werden die interessierten Tierhalter informiert, ob sie zur Auditierung zugelassen sind. Eine zugelassene Zertifizierungsstelle prüft im Rahmen eines Erstaudits bei jedem teilnehmenden Landwirt die ordnungsgemäße Umsetzung der ausgewählten Kriterien. Gilt das Audit als bestanden, erfasst der Bündler die entsprechenden Auszahlungsansprüche.
 
Erst mit der Freigabe des Auditberichts in der Datenbank ist der Tierhalter in der Initiative Tierwohl anspruchsberechtigt und erhält ein Zertifikat mit einer Laufzeit von drei Jahren. Je nach umgesetzten Kriterien erhalten die Landwirte ein Teilnahmeentgelt, das sich aus einem pauschalen Grundbetrag und einer kriterienabhängigen Vergütung zusammensetzt. Über das Erstaudit hinaus stellen regelmäßige, unangekündigte Folgeaudits die kontinuierliche Einhaltung der Kriterien sicher.
 
Finanziert wird der Mehraufwand für die Tierhalter durch die Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels, die an der Initiative Tierwohl teilnehmen. Diese zahlen für die seit Januar 2015 verkaufte Menge an Schweine- und Geflügelfleisch sowie Wurst pro Kilogramm einen festen Betrag in einen Tierwohlfonds ein.
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