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EU: Landwirtschaftliche Einkommen gesunken

von , am
19.12.2014

Die landwirtschaftlichen Einkommen je Arbeitskraft sind in der Europäischen Union (28) im Jahr 2014 real um 1,7 Prozent gesunken. Das geht aus ersten Schätzung des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) für das zu Ende gehende Kalenderjahr hervor.

Eine Bäuerin im Norden von Griechenland bearbeitet ein Feld. © Europäische Kommission
Nach Darstellung der Statistiker sind die Agrareinkommen vor allem wegen der um 6 Prozent niedrigeren Preise für pflanzliche Produkte gesunken. Insbesondere Kartoffeln, Ölsaaten, Getreide, Zuckerrüben und Olivenöl gaben im Preis erheblich nach. Die Erlöse für tierische Produkte gaben um 0,9 Prozent nach, wobei vor allem die niedrigeren Marktpreise für Schweine, Rinder, Eier und Geflügel durchschlugen. Niedrigere Vorleistungskosten, insbesondere für Futtermittel und Dünger, und ein verringerter Arbeitsaufwand konnten den Erlösrückgang nicht vollständig ausgleichen.
 
In 20 der 28 Mitgliedstaaten fielen die Einkommen je Arbeitskraft daher niedriger aus als im Vorjahr. Während Deutschland mit einem minimalen Plus von real 0,2 Prozent gut davonkam, traf es die Landwirte in Finnland mit einem Minus von 22,8 Prozent am härtesten. Hier dürften die regional stark zu spürenden Folgen des Russland-Embargos eine Rolle spielen. An zweiter Stelle stand Litauen mit einem Minus von 19,4 Prozent gefolgt von Belgien mit 15,2 Prozent.
 
Deutlich höhere Realeinkommen je Arbeitskraft wurden in Slowenien erzielt. Laut Eurostat dürfte der Anstieg gegenüber 2013 nach noch vorläufigen Angaben 13,3 Prozent erreicht haben. Für Ungarn beträgt das Plus 9,1 Prozent. Höhere Realeinkommen wurden auch in der Tschechischen Republik, Großbritannien, Griechenland, Zypern und Frankreich erzielt.
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