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EU-Mischfutterproduktion ist rückläufig

von , am
10.06.2015

Die Produktion von Mischfutter ist in der Europäischen Union 2014 gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent auf 153,4 Millionen Tonnen gesunken. Das geht aus Zahlen hervor, die der Verband der Europäischen Mischfutterhersteller (Fefac) heute anlässlich seiner diesjährigen Generalversammlung in Köln veröffentlichte.

FEFAC-Präsident Ruud Tijssens © Norbert Lehmann
Die Herstellung von Mischfutter für Rinder und Schweine ging um je 1,2 Prozent zurück auf 41,8 beziehungsweise 48,6 Millionen Tonnen. Hingegen war bei Geflügelfutter ein leichtes Plus von 0,3 Prozent auf 51,5 Millionen Tonnen zu beobachten. Damit festigte der Geflügelsektor seine Position als größter Abnehmer von Futtermischungen in der EU. Der Futtermühlenverband erklärte die rückläufige Entwicklung bei Schweinen mit dem Einfuhrverbot für europäisches Schweinefleisch nach Russland. Beim Rinderfutter war das Minus auf die reichliche Grundfutterversorgung und den scharfen Rückgang der Milchpreise zurückzuführen. Zusammen überlagerten diese Effekte den Einfluss der um rund 5 Prozent höheren Milcherzeugung.
 
Deutschland baute seine Position als der mit Abstand größte Mischfutterhersteller innerhalb der EU 2014 weiter aus. Laut Fefac-Angaben wuchs die Produktion um 2,3 Prozent auf 24,0 Millionen Tonnen. Dabei war über alle Tierarten eine Zunahme festzustellen. An zweiter Stelle rangiert Frankreich, dicht gefolgt von Spanien. Dahinter liegen mit einigem Abstand Großbritannien und Italien.

Rückgang setzt sich fort

Für 2015 erwarten die Fefac-Fachleute europaweit einen weiteren leichten Anstieg der Geflügelfutterproduktion um 0,5 Prozent. Sollte sich der Milchmarkt nicht schnell erholen, wird das Aufkommen an Rinderfutter um 1,5 Prozent abnehmen. Dieselbe Minusrate wird für Schweinemischfutter prognostiziert. In der Summe dürften die Futtermühlen in der Gemeinschaft den Ausstoß um 0,7 Prozent drosseln. Im Hinblick auf die Mischfutterpreise verweist der Verband auf die seit 2013 tendenziell rückläufigen Rohstoffpreise, die weltweit gute Ernte von Getreide und Ölsaaten 2014 und die offenbar nochmals größere Sojaernte in Südamerika. Unsicherheiten bestehen allerdings hinsichtlich der kommenden EU-Getreideernte.
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