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Förderkredite auf Rekordniveau

von , am
23.07.2015

Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 eine unerwartet hohe Nachfrage nach ihren Förderkrediten für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum verzeichnet.

Sitz der Landwirtschaftlichen Rentenbank in Frankfurt am Main. © Landwirtschaftliche Rentenbank
Wie die Rentenbank heute bekannt gab, erreichte das Neugeschäft mit zinsgünstigen Programmkrediten im ersten Halbjahr ein neues Allzeithoch. Mit 3,6 Milliarden Euro wurde der Wert des Vorjahreszeitraums um 15 Prozent übertroffen. Horst Reinhardt, Sprecher des Vorstands der Rentenbank, erklärte: "Die im zweiten Quartal steigenden Zinsen veranlassten unserer Einschätzung nach einige unserer Endkreditnehmer, Finanzierungen vorzuziehen." Angesichts der schwächeren Agrarkonjunktur erwartet Reinhardt für das zweite Halbjahr jedoch ein rückläufiges Fördergeschäft. Auf das gesamte Jahr 2015 sollen die Kreditzusagen allerdings das Vorjahresniveau wieder erreichen.

Weniger Energieprojekte

In der Fördersparte "Landwirtschaft" stieg das Neugeschäft der Rentenbank im ersten Halbjahr 2015 um 21 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Besonders gefragt waren Finanzierungen für Gebäude und Flächenkäufe. Während die hohe Kreditnachfrage für Flächenkäufe erwartungsgemäß auch den Preisanstieg auf dem Bodenmarkt widerspiegelt, ist die Bank vom neuerlichen Anstieg der Gebäude- und Maschineninvestitionen überrascht. Auch in der Fördersparte "Agrar- und Ernährungswirtschaft" führten Finanzierungen für Maschinen und Gebäude zu einem um 49 Prozent gestiegenen Neugeschäft in Höhe von 0,4 Milliarden Euro.
 
In der Fördersparte "Ländliche Entwicklung", in der die Rentenbank insbesondere Investitionen in die kommunale Infrastruktur refinanziert, sorgte die stärkere Nachfrage der Landesförderinstitute für einen Anstieg des Neugeschäfts um 82 Prozent auf 0,9 Milliarden Euro. Rückläufig war dagegen die Nachfrage nach Förderkrediten in der Sparte "Erneuerbare Energien". Hier gingen die Finanzierungen für Windkraft, Biogas und Fotovoltaik weiter zurück. Die Rentenbank vergab für diese Zwecke 0,7 Milliarden Euro, ein Drittel weniger als im ersten Halbjahr 2014. Bei den Windkraftfinanzierungen erwartet die Bank aber im weiteren Jahresverlauf eine Belebung.
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