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Große europäische Weizenernte und niedrige Preise

von , am
02.09.2015

Ende August hat die EU-Kommission ihre Prognose zur europäischen Weizenernte 2015 angehoben.

© Mariusz Szczygiel/Fotolia
 
Ende August hat die EU-Kommission ihre Prognose zur europäischen Weizenernte 2015 angehoben. Dabei wurde insbesondere die Ernteerwartung für Frankreich deutlich nach oben gesetzt, während die Prognosen für andere große Produzenten wie etwa Deutschland und das Vereinigte Königreich (noch) unverändert blieben, obwohl von dort zuletzt ebenfalls deutlich verbesserte Ernteschätzungen kamen. Damit sind weitere Aufwärtskorrekturen der neuen Weizenernte wahrscheinlich.
 
Den für das neue Wirtschaftsjahr 2015/16 erwarteten Weizenexport hat die Kommission gegenüber der vorigen Prognose leicht angehoben, jedoch sind die Ausfuhren deutlich kleiner als im Vorjahr. Deshalb bleiben die Endbestände trotz der kleineren Ernte beinahe so hoch wie im zurückliegenden Wirtschaftsjahr.
 
Die europäische Weichweizenernte 2015 veranschlagt die EU-Kommission Ende August auf 140,7 Mio. t. Im Vergleich zur Juliprognose (139,4 Mio. t) wäre die Erntemenge damit 1,3 Mio. t oder knapp 1 % größer. Die Rekord-Ernte aus dem letzten Jahr (2014) von 148,8 Mio. t würde mit der jetzt erwarteten Produktion um 8,1 Mio. t oder rund 5,4 % verfehlt. Dennoch wäre die neue Ernte 2015 größer als die bislang zweitgrößte europäische Weichweizenernte aus dem Jahr 2008 (139,4 Mio. t) und zudem die zweite europäische Ernte über 140 Mio. t.
 
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