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John Deere-Technik für 2015

von , am
29.09.2014

Diese Woche stellt John Deere in Bruchsal seinen Deutschen Vertriebspartnern einige Neuheiten vor. Unser Technikredakteur war letzte Woche schon dort und gibt einen kurzen Überblick.

Alle vorgestellten Modelle haben neue Motoren. Das bedeutet gegenüber den Vorgängermodellen: Mehr Leistung, weniger Kraftstoffverbrauch und Einsatz von AdBlue. Logisch, diese Motoren verteuern die neuen Modelle.

Spezialtraktoren

Für Arbeiten, wo schmale Traktoren benötigt werden, gibt es jetzt vier Serien, hier ein 5GF. © Werkfoto
Bei Spezialtraktoren der Serie 5G gibt es jetzt vier Baureihen mit 3,2-l- und 4,5-l-Motoren der Emissionsstufe IIIA mit 75, 85 oder 100 PS (97/68/EC). Diese Serie ist für Einsätze, die eine schmale Spurweite erfordern, vorgesehen.

Serie 6

Die John Deere 6195R und 6215R haben einen variablen und einen starren Turbolader. © Werkfoto
Die neuen großen Sechszylindermodelle 6175R, 6195R und 6215R mit Motoren der Abgasstufe IV/Final Tier 4 ersetzen die drei aktuellen 6R-Modelle, die mit Motoren der Abgasstufe IIIB/iT4 ausgerüstet sind. Die Traktoren haben 5 PS mehr Leistung und zeichnen sich durch höhere Wendigkeit, besseren Fahrkomfort und längere Wartungsintervalle aus. Wie bei John Deere üblich, gibt es mehrere Getriebeversionen zur Auswahl, in diesem Fall fünf. Lieferbar sind die neuen 6R ab November 2014.

Serie 9

Knicklenker-Flaggschiff mit maximal 670 PS. Der Tank ist jetzt auf dem Hinterwagen und fasst bei diesem Modell 1.514 Liter Diesel. © Werkfoto
Mit neuen Motoren gibt es bei der Serie 9 nun in der knickgelenkten Radversion 5 Modelle von 462 bis 670 PS. Bei den Raupenversionen bleibt es bei drei Modellen, jetzt mit 462 bis 628 PS.
Die "kleineren" Modelle bekommen einen 13,5 l John Deere Motor, die Modelle über 600 PS ein Triebwerk von Cummins mit 15 l Hubraum. Beim Getriebe bleibt es bei 18 Gängen und Fullpowershift, aber mit weiteren elektronischen Finessen. Bei Straßenfahrt benötigt man mit der vollelektronischen variablen Lenkung fünf Drehungen von Anschlag zu Anschlag. Auf dem Vorgewende geht es schneller, da sind nur drei Drehungen notwendig. Um die Kraftübertragung auch unter schwierigen Verhältnissen zu ermöglichen, gibt es für die drei oberen Modelle der Radversionen eine das Power-Hopping dämpfende Federung (HydraCushion). Und für demnächst ist ein Knicklenker mit vier Raupenlaufwerken angekündigt! Der 9RX "Büffel" soll unter 3 m Breite bleiben.

Mähdrescher

Mit Vordreschtrommel, optionaler Abscheidetrommel oberhalb der Schüttler und einem Nachdrescher in der Überkehr haben die neuen W440 viel Ausstattung für eine Fünfschüttlermaschine mit 216 PS. © Werkfoto
Kleine Drescher aus Europa für Europa, so kann man die Zusammenarbeit des Konzerns mit dem finnischen Hersteller Sampo Rosenlew charakterisieren. Neu war 2014 in Deutschland der W440. Hinzu kommt nun der W330. 216 PS, 5 Schüttler und mit 75 cm breiten Reifen unter 3,3 m breit, so präsentiert sich diese Maschine für kleinere Betriebe.
Die Vordreschtrommel der Modelle W330 und W440 erhöht die Dreschleistung um 20%. Mit dem in der Branche einzigartigen Nachdrescher in der Überkehr werden die Haupttrommel, die Schüttler und die Siebe entlastet.
Für alle Drescher kommt 2015 das Paket "ConnectedCombine" heraus. Es enthält den Display-Fernzugriff, kostenlosen Online-Support des Vertriebspartners rund um die Uhr, interaktive Mähdreschereinstellung und das automatische Lenksystem.
Bei der T-Serie wird ein Hochleistungspaket für 10% Leistungssteigerung angeboten. Es enthält ein-/ausschwenkbaren Teile des Abscheidekorbes und Hochleistungs-Siebelemente für Vorreiniger und Obersieb. Das Aktive Separatorkonzept für die Mähdrescher S680, S685 und S690 soll die Leistung unter feuchten Erntebedingungen um 5% steigern.
Es wird mit dem Rotor mit variablem Gutfluss, Hochleistungs-Abscheidekörben und verstärkten Abscheideelementen kombiniert.

Schneidwerke

Kommen mit guten Erfahrungen aus Nordamerika: Bandschneidwerke, hier das 600D. © Werkfoto
Mit positiven Erfahrungen aus Nordamerika kommen verstärkt Bandschneidwerke und Schneidwerke mit flexiblem Messerbalken, die den Bodenkonturen folgen, nach Europa. Das Bandschneidwerk 600D mit breiterem Band soll 10% mehr Druschleistung bringen, indem das Erntegut mit den Ähren voran in den Drescher geführt wird.

Feldhäcksler

Weniger Gewicht und mehr Leistung, die neuen Häcksler aus Zweibrücken. © Werkfoto
Aufbauend auf den Feldhäckslern der Serie 7000 vereint die neue Serie 8000 modernste Analyse- und Dokumentationsfunktionen mit einem innovativen Design. Die fünf Modelle von 380 bis 625 PS, das Spitzenmodell mit breiterem Gutflusskanal, werden ab Februar 2015 erhältlich sein. Sie sind dank moderner Konstruktionsdetails bis 800 kg leichter als die Vorgängermodelle. Gleichzeitig sind alle Bauteile so ausgelegt, dass zukünftig noch stärkere Motoren eingebaut werden können.
Weiter erwähnenswert:
  • neue Vorsätze,
  • überarbeitete Messertrommel mit 48, 56 oder 64 Messern,
  • Ein- und Ausschwenken der Körnerprozessoren (Walzen- oder Scheibenprozessor) in 5 min sowie
  • voll integriertes Dosiersystem für Siliermittel mit 30 l Konzentrattank und 300 l Tank, Mischen und Dosieren beider Tanks möglich.

Pflanzenschutz

Aus der Studie soll Handlungsbedarf für weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Arbeits- und Anwenderschutzes zum Beipsiel beim Spritzen abgeleitet werden. © Werkfoto
Die selbstfahrende Feldspritze R4040i ersetzt 2015 das aktuelle Modell 5430i. Neben dem neuen Motor mit 255 PS zur Erfüllung der Abgasstufe IV gibt es diverse Detailverbesserungen.

Großpackenpressen

Überarbeitet: Die Großpackenpressen können mit 10 oder 23 Messern ausgerüstet werden. © Werkfoto
Modellpflege bei den Großpackenpressen: Die beiden überarbeiteten Modelle L1533 (90 x 80 cm) und L1534 (90 x 120 cm), ersetzen die Pressen 1433 und 1434. Auch hier gibt es diverse Detailverbesserungen. Hervorzuheben neue Knoter und ein Turbogebläse, das den Knoterbereich sauber hält.
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