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Lohnunternehmer verstärken Öffentlichkeitsarbeit

von , am
05.09.2015

Der Bundesverband Lohnunternehmen (BLU) will in der Gesellschaft für mehr Akzeptanz und Verständnis werben. Allzu oft führt der Einsatz von Großmaschinen auf Straßen, Feldwegen und Nutzflächen zu Missverständnissen und Ärger.

BLU-Präsident Klaus Pentzlin ruft die Mitgliedsbetriebe zur Arbeit mit Vernunft und Sachverstand auf, um das Image der Lohnunternehmer in der Öffentlichkeit zu verbessern. © Norbert Lehmann
Bisher hat der BLU mit einem 10-Punkte-Programm zur freiwilligen Selbstbeschränkung vor allem hinsichtlich der Geschwindigkeiten und Arbeitszeiten, das 2014 zu den DeLuTa vorgestellt wurde, in erster Linie nach Innen gewirkt. Im zweiten Schritt wurden Behörden, Verwaltung und Politik in die Imagekampagne einbezogen. Nun soll die Öffentlichkeitsarbeit auf die Bevölkerung ausgeweitet werden, wie BLU-Präsident Klaus Pentzlin diese Woche bei einer Presseveranstaltung des Verbandes ankündigte.
 
Die wesentlichen Punkte der Kampagne fasst die Broschüre "10 Punkte für Image und Akzeptanz" zusammen. Danach verpflichten sich die Lohnunternehmer beispielsweise zu einer der Situation auf Straßen und Wirtschaftswegen angepassten Fahrweise, die nicht immer die zulässigen Limits ausreizt, planen ihre Routen und Arbeitseinsätze bürgerfreundlich und verzichten soweit wie es die Kunden beziehungsweise die Witterungsbedingungen erlauben, auf Sonn- und Feiertagsarbeit. Lärmbelästigungen in der Nacht sollen ebenso vermieden werden wie Dreck und Futter auf der Straße.
 
Darüber hinaus dreht der BLU derzeit ein Video, mit dem die Öffentlichkeitsarbeit unterstützt werden soll. Der Film soll auf der Messe agritechnica im November in Hannover Premiere haben. Der BLU empfiehlt seinen Mitgliedern, das 10-Punkte-Papier zu beachten und umzusetzen. "Wer im richtigen Moment die Geschwindigkeit reduziert, gewinnt die Herzen der Bürger", betonte Pentzlin. Lohnunternehmer würden auf dem Lande als die Übeltäter für kaputte Straßen und für gefährliche Schleppergespanne wahrgenommen. Das müsse sich ändern.
 
Der BLU wies darauf hin, dass die Vorteile des Einsatzes großer Technik dem breiteren Publikum häufig unbekannt seien. Durch den Einsatz großer Fahrzeuge mit entsprechenden Arbeitsbreiten reduziere sich die Zahl der Fahrten auf Straßen und Feldern. Die Arbeiten auf der Fläche könnten schneller und effizienter durchgeführt werden. Die breite Bereifung diene dem Bodenschutz. Außerdem könnten mit den modernen Maschinen Betriebsmittel wie Wirtschaftsdünger oder Pflanzenschutzmittel präzise und bedarfsgerecht ausgebracht werden.
 
Der BLU forderte, das die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen für Maschinen mit überhöhten Abmessungen in Deutschland einheitlich erfolgen sollte. Zurzeit sei eine regional deutlich unterschiedliche Auslegung der Vorschriften verbreitet. Das führe unter den Lohnunternehmern zu Unsicherheit.
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