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Ausgabe Dezember_2014

Angehörige korrekt beschäftigen

von , am
28.11.2014

Wer Familienangehörige im Betrieb beschäftigt, kann den Aufwand steuerlich geltend machen. Zur Anerkennung durch das Finanzamt sind aber eine Reihe von Kriterien zu beachten.


© © Dan Race
Landwirtschaftliche Betriebe beschäftigen oftmals Familienangehörige. Das hat eine Reihe von Vorteilen wie zum Beispiel eine starke Identifikation mit dem Unternehmen, absolutes Vertrauen und eine große Flexibilität.
 
Die steuerliche Anerkennung von Angehörigenverträgen unterliegt strengen Voraussetzungen. Die Kriterien sollten Betriebsverantwortliche sorgfältig mit ihrem Steuerberater bereden, der die Bedingungen des Betriebes kennt und in den vertraglichen Formulierungen berücksichtigt.
 
Grundsätzliche Vorgaben 
 
Ein entscheidender Maßstab für die Ernsthaftigkeit von Angehörigenverträgen ist, dass die Vertragsbedingungen weitgehend denen zwischen fremden Personen entsprechen. Nach der Rechtsprechung können an den Nachweis der Ernsthaftigkeit sogar noch strengere Anforderungen als bei Verträgen mit Fremden gestellt werden. Um dieser Vorgabe gerecht zu werden, sind unmissverständliche Regelungen zu treffen.
 
Der Arbeitsvertrag sollte in Schriftform vorliegen. Weiterhin muss die Arbeitszeit und Höhe und Zahlungszeitpunkt des Arbeitsentgeltes geregelt sein. Orientierung bieten Tarifverträge und die Durchschnittsgehälter in der Branche, wie sie der offiziellen Statistik entnommen oder beispielsweise bei der zuständigen Kammer oder Beratern erfragt werden können.

Ebenso wie bei nicht zur Familie gehörenden Mitarbeitern üblich, sollte auch bei Angehörigen über eine vertragliche Regelung zur Verschwiegenheitspflicht nachgedacht werden. Danach ist über sämtliche betriebliche Angelegenheiten, insbesondere über Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse, die während des Arbeitsverhältnisses bekannt werden, Stillschweigen zu bewahren.  

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