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Ausgabe April_2014

Betriebliches Güllemanagement

von , am
28.03.2014

In der Nutztierhaltung entstehen Produkte, die entsorgt werden müssen. Zwar ist Gülle ein wertvoller Dünger, doch vor allem wachsenden Betrieben fehlt es oft an Fläche. In vieharmen Regionen und bei Biogaserzeugern dagegen ist Gülle ein gefragtes Gut.

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Die Nitratbelastung des Grundwassers nimmt in Deutschland regional zu. Der Nitratbericht gab der EU-Kommission Anlass eine Verschärfung des Düngerechts vorzunehmen. Die Eckpunkte der neuen Düngeverordnung sind bereits bekannt. Der Novellierungsentwurf befindet sich derzeit in der Ressortabstimmung.

Einer von vielen Punkten ist, dass Gärreste in die Obergrenze von 170 kg Stickstoff je Hektar einbezogen werden.
 
Klar ist, dass die Entsorgungsproblematik in Überschussgebieten durch die neue Düngeverordnung größer wird. 
 
Wie geht es weiter? Im Anschluss an die Ressortabstimmung im März könnten im April die Länder und Verbände gehört werden. Dann folgt das Verfahren im Bundesrat. Dort können die Länder ihre Forderungen einbringen. Einige Stolpersteine sollten durch umfassende Verhandlungen zwischen Bund und Ländern im Vorfeld ausgeräumt sein.
 
Die neue Düngeverordnung ist politisch ein heißes Eisen. Um Einzelheiten wird zweifellos in den kommenden Monaten gerungen werden.
 
Was genau im Einzelnen geplant ist, sowie die Meinung vom Präsidium des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und den Vorsitzenden der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des agrarmanager.


Den kompletten Beitrag finden Sie in Heft 04/2014 des agrarmanager. Und falls Sie noch nicht zu unseren Lesern gehören: Hier geht's zum Schnupperabo.
 
 
 

Eingedickte Gülle hin, Getreide zurück

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Gülle ist in Deutschland in einigen Veredlungsgebieten im Überfluss vorhanden. Erhebliche Mengen werden von dort in Bedarfsregionen verbracht, die den Nährstoff gut verwerten können. Nun ist Gülle aber in erster Linie Wasser, das eigentlich nicht transportiert werden muss. Im Fokus stehen vielmehr die Nährstoffe, die aus den Überschussregionen verbracht werden sollen. Über größere Entfernungen ist momentan dennoch der Transport von Rohgülle mit Tanklastern die gebräuchlichste Variante. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Eindickung der Gülle, um die Transportkosten zu senken.
 
Einen kostengünstigen Transport ermöglichen Kombiauflieger mit zwei getrennten Laderäumen für Gülle und Feststoffe. Außerdem wären für einen effektiven Transport von Gülle aus den Überschussgebieten Lager bei den abnehmenden Ackerbauern von Vorteil. Damit wäre ein regelmäßiger Transport über das ganze Jahr möglich und Arbeitsspritzen könnten vermieden werden.
 
Welche Verfahren zur Separierung von Gülle eingesetzt werden und deren Vor- und Nachteile lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des agrarmanager. Außerdem zeigen unsere Autoren, welche Kosten für den Gülletransport mit unterschiedlichen Fahrzeugen anfallen.
 
 
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Was sind Gülle und Co. wert?

Ein bedarfsgerechter und ordnungsgemäßer Einsatz organischer Düngemittel ist nur möglich, wenn deren individuelle Nährstoffgehalte bekannt sind. Da diese erheblich schwanken können und teilweise stark von Standardwerten abweichen, sollten die Nährstoffgehalte immer durch eine Vollanalyse ermittelt werden. 
 
Um die Nährstoffwirkung von Wirtschaftsdüngern zu bewerten, hat sich das Mineraldüngeräquivalent bewährt. Es gibt die Verfügbarkeit der jeweiligen Nährstoffe aus Wirtschaftsdüngern im Vergleich zu den gängigen Mineraldüngern wieder.
 
 Derzeit wird diskutiert, Wirtschaftsdünger direkt in den vieharmen Regionen zu lagern. Allerdings trifft der Bau von Güllezwischenlagern in manchen Ackerbauregionen auf Widerstände der Mitbürger.
 
Mehr zur Akzeptanz, Finanzierung und Genehmigung von Güllelagern in Ackerbaugebieten lesen Sie in Heft 04/2014 des agrarmanagers.
 
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