Login
Ausgabe Februar 2013

Controlling im landwirtschaftlichen Unternehmen

von , am
18.10.2012

Betriebliches Controlling ist weit mehr als Daten sammeln. Wer dieses Werkzeug richtig nutzt, kann anhand von Soll-Ist-Vergleichen jederzeit feststellen, wo er mit seinem Betrieb steht, erkennt, welche Investitionen sich lohnen und wie diese sich am besten in die gesamte Unternehmensstruktur einfügen.

Wer in seinem Unternehmen Tag für Tag Entscheidungen treffen muss, braucht ein Werkzeug, das ihm den Überblick erleichtert und damit Risiken minimiert. Betriebliches Controlling ist ein solches Werkzeug. Anhand einer sorgfältigen Datenerfassung und -analyse und mithilfe von regelmäßigen Soll-Ist-Vergleichen lassen sich die einzelnen Betriebszweige ebenso wie das generelle Unternehmensziel überwachen. Und ändern sich die Rahmenbedingungen, machen die Controlling-Informationen eine schnelle Anpassung möglich.

Den Erfolg absichern

Macht es einen Unterschied, ob jemand seinen Erfolg plant oder auf sein Glück vertraut? Am Roulettetisch vielleicht nicht, aber im Unternehmen schafft Controlling das scheinbar Unmögliche: Es macht selbst das Glück ein Stück weit planbar.
Volker Schweers betreibt in Süstedt, Niedersachsen, einen Gemischtbetrieb mit Ackerbau, Schweine und Hähnchenmast sowie einer Biogasanlage. Controlling ist seit rund fünf Jahren für den jungen Landwirt eine Selbstverständlichkeit. Anhand der permanent erfassten Daten kann er die Position seines Unternehmens jederzeit bestimmen. Stehen bestriebliche Entscheidungen an, helfen die Daten bei der Suche nach der optimalen Lösung. Zudem bieten sie die Möglichkeit, gegenüber Geschäftspartnern und Banken stets die entscheidenden Fakten vorweisen zu können
 
Den vollständigen Beitrag können Sie sich hier als pdf herunterladen.

Weit mehr als Kontrolle

Zeit ist im Agrarbetrieb knapp. Wichtige Entscheidungen schiebt der Unternehmer gerne vor sich her oder trifft sie spontan. Mit einem betrieblichen Controlling lassen sich kostspielige Fehlplanungen vermeiden.
Zusätzliche Informationsbeschaffungs- und Analyseaktivitäten müssen dabei mehr bringen als sie kosten.
Ob Controlling die Wirtschaftlichkeit erhöht, hängt neben der Qualität der Planung von der Durchschlagskraft des Entscheidungsproblems ab. Wenn es nur um wenige Euro geht, lohnen sich aufwendige Kalkulationen in der Regel nicht. Ob für Ihren Betrieb Controlling das richtige Werkzeug ist, können Sie anhand dieser Checkliste überprüfen.
Unsere Autoren Prof. Dr. Norbert Hirschauer, Universität Halle, und Prof. Dr. Oliver Mußhoff, Universität Göttingen, fassen die wichtigsten theoretischen Grundlagen zu einem funktionierenden betrieblichen Controlling zusammen.
 

Kontrolliertes Wachstum

Der Lohnbetrieb von Holger Thomsen aus Uphusum im Kreis Nordfriesland nutzt ebenfalls die handfesten Vorteile, die ein funktionierendes Controlling bietet. Thomsen hat keine Kosten und Mühen gescheut, um den Betrieb zukunftsfest zu machen. Gestartet vor 20 Jahren mit zwei Mitarbeitern, einem Häcksler und einer Güllekolonne halten heute 26 Festangestellte sowie weitere 20 Aushilfskräfte 21 Schlepper, sechs Lkw und fünf Häcksler auf Trab. Der Jahresumsatz ist durch das permanente Wachstum auf mittlerweile 5 Mio. Euro gewachsen.
Sein Fazit: Controlling dient der Vorbereitung von Entscheidungen. Die Beschäftigung mit den Zahlen sorgt dabei für ein neues Bewusstsein. Für größere Betriebe ist Controlling unabdingbar, für kleinere ist es ein sehr gutes Hilfsmittel.

 
Falls wir Sie neugierig gemacht haben auf den agrarmanager: Hier geht's zum Probeabo.
Auch interessant