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Ausgabe Januar 2013

Der Countdown läuft

von , am
18.10.2012

In zwei Jahren läuft die Milchmengenbegrenzung aus. Schon heute rüsten sich Milcherzeuger und Molkereien für die Zukunft nach der Quote.

Landwirt Gert Petersen aus Schleswig-Holstein rechnet nach Quotenende nicht mit einer Milchschwemme.
Offiziell endet die Milchquote erst am 31. März 2015. Zeit genug also, sich zurückzulehnen? Keinesfalls, denn schon jetzt werden die Weichen für den Systemwechsel am Milchmarkt gestellt. Längst werden von Privatmolkereien Milchlieferverträge abgeschlossen, deren Laufzeit über die Zeit nach dem Quotenende hinaus reichen. Bei den genossenschaftlichen Molkereien gibt man sich noch betont gelassen: Mitglieder könnten davon ausgehen, dass ihnen auch in der Zeit nach 2015 die komplette Milch abgenommen wird. Ein starkes Argument, ­gerade für Milchviehhalter in strukturschwachen Regionen.

Keine Milchschwemme

Wir haben uns bei Milcherzeugern und Molkereien umgehört, wie sie sich auf einen Milchmarkt ohne staatliche Mengenregulierung einstellen. Iris und Gert Petersen aus Achtrup in Schleswig-Holstein liefern ihre Milch an das DMK Deutsches Milchkontor. Anders als viele Marktanalysten rechnen die Petersens nach dem Quotenende nicht mit einer Milchschwemme.

Starke Erzeugergemeinschaft

Gerhard Opitz, Milcherzeuger aus dem Erzgebirge (siehe Steckbrief), setzt bei der Milchvermarktung auf die Verhandlungsmacht ­einer starken Erzeugergemeinschaft. Die EZG-Milchquelle Chemnitz, deren ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender er ist, vermarktet ­einen Großteil der 234 Mio. kg Milch von aktuell 176 Lieferanten an die zur Müller Gruppe gehörende Sachsenmilch AG in Leppersdorf bei Dresden.

Vorbereitet sein

Wie sich Erzeuger auf den freien Milchmarkt vorbereiten, welche Strategien die privaten und genossenschaftlichen Molkereien in Deutschland und Europa einschlagen, und wie die Politik den Rahmen steckt, lesen Sie ausführlich im Titelthema der Januar-Ausgabe des agrarmanager.

 
Den vollständigen Beitrag können Sie sich hier als pdf herunterladen. Und falls wir Sie neugierig gemacht haben auf den agrarmanager: Hier geht's zum Probeabo.
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