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Ausgabe Februar_2015

Deutungsdiebstahl

von , am
31.01.2015

Hatten Sie mit Anfang 20 auch Ideen, die die Welt verändern könnten? Eine Gruppe Osnabrücker Agrarstudenten hat ihre umgesetzt: Die jungen Leute haben ein Informationsportal über "Massentierhaltung" gegründet - und dabei ganz nebenbei den NGOs eins ihrer Schlagworte geklaut.

Der Name ist ein Geniestreich. Als die Facebookseite "Massentierhaltung aufgedeckt" im Juni 2013 online ging, dürfte sich mancher wohl verwundert die Augen gerieben haben, als er dort statt der erwarteten Skandalbilder sachliche Berichte aus modernen Schweinehaltungsbetrieben fand.
 
Die Initiatoren, die hinter dieser pfiffigen Idee stecken, sind keine Verbandsvertreter und keine Medienprofis - sondern eine Handvoll engagierter und einfallsreicher Landwirtschaftsstudenten der Hochschule Osnabrück. Junge Leute Anfang 20, denen es bis Oberkante Unterlippe stand, sich unentwegt gegen unsachliche Anschuldigungen und zementierte Vorurteile zum Thema Landwirtschaft zur Wehr setzen zu müssen. 
 
Startschuss war ein Auftritt bei Facebook mit Bildern aus einem konventionellen 300er Schweinestall. Ungeschönt, detailliert und aus allen Perspektiven standen die Bilder aus dem elterlichen Betrieb im Netz und schrien um Aufmerksamkeit.
 
Im Abstand weniger Tage folgten weitere Betriebsporträts mit zahlreichen Vor-Ort-Fotos. Bei ihren Berichten blieben die Studenten stets ihrem Motto treu: immer an Praxisbeispielen und aus erster Hand zu informieren.
 
Es folgte die Internetseite: "Massentierhaltung aufgedeckt". Gegründet wurde der gemeinnützige Verein von sieben Mitgliedern. Die Mindestzahl. Heute sind sie schon über 90, viele daovn Osnabrücker Studenten, aber auch zahlreiche Landwirte und Agrarfachleute aus ganz Deutschland.
 

Den ausführlichen Bericht lesen Sie im Februar-Heft des agrarmanager oder Sie können ihn als pdf hier herunterladen.
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