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Fachbeiträge

Dossier Düngung

von , am
26.02.2013

Wer bei beim Düngen spart, schaut an der falschen Stelle aufs Geld. Dank größenangepasster, schlagkräftiger Technik und modernen Düngemitteln lässt sich das Leistungspotenzial der Bestände ausschöpfen.

Julia Reinhardt, Redaktion agrarmanager
Es bestehen gute Aussichten auf ein pro­duktives Jahr mit hohen Erträgen. Zumindest soweit man es zum jetzigen Zeitpunkt - Mitte Februar - sagen kann, sind die Bestände gut über den Winter gekommen. Und die massiven Aus­winterungsschäden der ver­­gangenen zwei Jahre bleiben uns hoffentlich erspart.
 
Um das Ertragspotenzial Ihrer Bestände voll ausnutzen zu können, ist eine genau abgestimmte Düngestrategie notwendig. Sie ist nicht nur die Grundlage für eine gute Pflanzenentwicklung, optimal ernährte Bestände verfügen in der Regel auch über eine bessere Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheitserregern und Witterungsstress. Gesunde und gut genährte Pflanzen sind das Ziel. Dafür muss neben Stickstoff auch die Versorgung mit allen weiteren Hauptnährstoffen und den Spurenelementen stimmen.
 
Dabei ist zu bedenken: Der Anteil der Düngetechnik macht nur zwischen einem und zwei Prozent der jährlichen Kosten für die Mineraldüngung aus. Da lohnt Sparen wirklich nicht. Das betrifft sowohl die Größe als auch die Ausstattung eines neuen Düngerstreuers. Bei einem größeren Volumen reduzieren sich die Nachfüllvorgänge. Bei dieser logistischen Aufgabe geht erfahrungsgemäß viel Zeit verloren ­- Zeit, die unproduktiv verstreicht und so Geld kostet. Wichtig ist, dass das größere Gewicht dabei aber nicht zu mehr Bodenverdichtung führt. Breitere Reifen und abgesenkter Luftdruck bewirken hier viel.
Großflächenstreuer mit eigenem Fahrwerk fassen zwischen 5.000 und 10.000 Liter. Besonders interessant für wachsende Betriebe ist die Kombination eines Standard 3-Punkt-Anbau-Düngerstreuers mit einem Transportwagen hohen Volumens.
 
Der imageträchtige Wettbewerb der Hersteller um Streuer mit noch größerer Wurfweite sollte nicht überbewertet werden. Letztendlich sind es nur einige wenige Düngersorten, mit denen diese maximalen Arbeitsbreiten erreicht werden können. Trotzdem haben diese Entwicklungen ihren Wert, sie bringen in den üblichen Arbeitsbreiten mehr Genauigkeit. Wer also bei Düngung und Pflanzenschutz 30- oder 36-m-Fahrgassen nutzt, liegt mit einem Streuer aus der 50-m-Klasse nicht verkehrt.
 
Bei entsprechender Auslastung bringen Grenzstreuen und Teilbreitenschaltung per GPS nicht nur mehr Genauigkeit und Düngereinsparung, sondern auch eine deutliche Entlastung des Fahrers.
Julia Reinhardt

 
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