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Ausgabe November 2013

Dossier: Elektronik, Eisen und Effizienz

von , am
30.10.2013

Der Einsatz modernster Technik wird auch im Bereich der Landwirtschaft groß geschrieben. Auf der Agritechnica werden die Neuheiten präsentiert. Neben der Optimierung der Elektronik und des Precision Farming ist es vor allem wichtig, die Arbeitsschritte aufeinander abzustimmen.

Jörg Möbius, Redaktion agrarmanager
Elektronik, Steuerungen, ISOBUS und Precision Farming werden bei vielen Ausstellern auf der Agritechnica eine wichtige Rolle spielen. Durch Vernetzung und allgegenwärtigen Informationsfluss soll nicht nur die Logistik optimiert werden. Vieles was heute schon in Teilschritten funktioniert, wie Datenübernahme von erledigten Arbeiten auf dem Feld in die Ackerschlagdatei, soll dann allumfassend passieren.
 
Die Automatisierung des Mähdreschers ist für mich ein Meilenstein wie die automatische Lenkung, die in wenigen Jahren zu einer Erfolgsgeschichte geworden ist. Damit ist nicht nur das Fahren paralleler Spuren gemeint, sondern auch all die Techniken, die ein genaues GPS-Signal ermöglicht, wie automatische Teilbreitenschaltung, automatisches Vorgewendemanagement oder Arbeiten mit (vorgeplanten) Beetspuren. Bevor man allerdings mit moderner Elektronik optimiert, sollte man zunächst einzelne Arbeitsschritte aufeinander abstimmen. Da warten Schlüsselmaschinen, vor allem Häcksler, auf - manchmal zu kleine - Abfuhrgespanne. Da passen die Volumina von Zubringer und Ausbringegespann nicht zusammen. Alle größeren selbstfahrenden Landmaschienen bekommen in den nächsten Monaten neue Motoren, die die Abgasstufe 4 erfüllen. Welchen Aufwand das bedeutet, zeigt der Beitrag zur Motorentechnik. Noch sind von vielen Maschinen die kostengünstigeren Vorgängermodelle zu haben. Was man unternehmen kann, wenn man mit den von Zulieferern erhältlichen Getrieben nicht zufrieden ist, zeigt Claas. In der Claas Industrietechnik (CIT) mit Sitz in Paderborn wird für die neuen Arion 500/600 Cmatic in der Leistungsklasse von 140 bis 184 PS ein stufenloses Getriebe gebaut. Es soll über einen besonders hohen Wirkungsgrad verfügen und das über alle Geschwindigkeiten nahezu konstant. Die Vorzüge eines stufenlosen Getriebes zeigen sich vor allem dann, wenn Traktoren sehr vielseitig eingesetzt werden - von langsamen Pflegearbeiten über schwere Bodenbearbeitung oder Zapfwellenarbeiten bis hin zu schnellen Transportfahrten.

Auf dem Stand des dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag - unübersehbar in Halle 7 - finden Sie nicht nur alle Zeitschriften des Verlages einschließlich agrarmanager, sondern auch die Sonderschau "Meilensteine der Landtechnik" und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm.
 
Jörg Möbius, Redakteur agrarmanager
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