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Fachbeiträge

Dossier Ernte 2013

von , am
29.05.2013

Auch wenn der lange Winter den Erntestart verzögert hat: Wenn es dann losgeht, ist Schlagkraft und Effizienz gefragt. Unser Dossier befasst sich mit neuen Technologien und optimierten Verfahren.

Jörg Möbius, Redaktion agrarmanager
Das Getreide ist durch den langen Winter fast zwei Wochen hinter der Entwicklung in normalen Jahren zurück. Bis zur Ernte werden die Pflanzen wohl noch einige Tage aufholen, aber zeitig wird es dieses Jahr wohl nicht mit dem Drusch losgehen. Wenn es dann aber losgeht, muss dafür mit voller Kraft gedroschen werden.

Ein Druschverfahren, das besonders in Jahren mit wenigen Druschtagen wirtschaftliche Vorteile verspricht, ist der Hochschnitt. Wir zeigen Ihnen ab Seite 56, welcher finanzielle Mehrwert durch dieses absätzige Verfahren möglich ist. Der Hochschnitt bringt klare arbeitswirtschaftliche und ackerbauliche Vorteile. Aber Vorsicht: Deswegen können Sie nicht automatisch einen Ihrer Mähdrescher einsparen. Die ökonomischen Vorteile des Hochschnitts lassen sich schwieriger ermitteln als die Kosten des zusätzlichen Arbeitsganges Mulchen. Mit Hochschnitt schreibt man aber auf keinen Fall Verluste, was aufwendige Versuche in Sachsen ergeben haben. Also: Einfach mal ausprobieren!
 
Bei Raps ist es besonders wichtig, den optimalen Erntezeitpunkt zu nutzen. Er reagiert sonst mit Ertrags- und Qualitätsverlusten. Wie diese minimiert werden können, wurde ausführlich an der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei, Mecklenburg-Vorpommern untersucht.
 
Deutlich fällt das Fazit des Beitrages zu Vor- und Nachteilen von Wechselfahrern aus: Pausen für die Fahrer müssen sein! Und zwar nicht nur aus arbeitsrechtlichen Gründen. Vielmehr sind Pausen auch wichtig, damit die Fahrer nicht nachlassen, den teuren High-Tech-Maschinen ständig Höchstleis­tungen abzuverlangen. Ob Sie mit einem Wechselfahrer arbeiten oder straff organisierte Pausen einlegen, bleibt dabei Ihrer persönlichen Neigung überlassen.

Keine Diskussionen sollten Sie darüber aufkommen lassen, ob das Eichen der Verlustanzeige auf dem Mähdrescher sinnvoll ist oder nicht. Wer als Betriebsleiter zulässt, dass die Fahrer im "Blindflug" dreschen, verschenkt bares Geld, wie wir in unserem Dossier zur Ernte 2013 berichten. Sensibilisieren Sie Ihre "Erntekapitäne" deshalb unbedingt für das Thema Verlustmessung.
 
Jörg Möbius
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