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Ausgabe Juni 2014

Dossier: Ernten mit Köpfchen

von , am
28.05.2014

Was bringen Assistenzsysteme oder Automatisierungslösungen auf den Dreschern und was bringen Überladewagen für einen effektiven Mähdrusch? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Dossiers im aktuellen Heft. Außerdem gibt es Tipps zur Rapsernte.

Jörg Möbius, Redaktion agrarmanager
Zum Ende des kalendarischen Winters am 21. März hatten wir fast vier Wochen Vegetationsvorsprung. Zum Monats­wechsel April/Mai hat dann der Raps so früh geblüht wie lange nicht. Zum Redaktionsschluss Mitte Mai hatte die Natur noch rund zwei Wochen Vorsprung gegenüber einem Durchschnittsjahr. Die gut entwickelten Raps­- und Getreidebestände haben fast bundesweit Wasser bekommen. So wächst eine gute Ernte heran. Allerdings sind die Wasser­vorräte verbreitet knapp, was die überdurchschnittlichen Ernteerwartungen noch dämpfen könnte.
 
Mehrere Untersuchungen belegen, dass mit zunehmender Größe und Leistungsfähigkeit der Mähdrescher die Auslastung der installierten Kapazität zurückgeht. Die Fahrer schaffen es nicht, über den ganzen Tag am Limit zu fahren. Nicht nur breitere Schneidwerke fordern mehr Aufmerksamkeit, auch all die ande­ren modernen Features wollen bedient und beherrscht werden. Da entlastet jede technische Lösung, die einen Vorgang automa­tisiert. Sei es die Lenkung oder eine automatische Durchsatzregelung. Inzwischen bietet ein Hersteller für seine Großmähdre­scher die automatische Einstellung von Restkornabscheidung und Reinigung optional an. Fahrer, die diese Maschinen gefahren sind, möchten das nicht mehr missen. Betriebsleiter können im Beitrag ab Seite 60 nachlesen, dass sich der Mehrpreis innerhalb von einem bis drei Jahren amortisiert. Bleibt abzuwarten, was diese Technik auf dem Gebrauchtmaschinenmarkt bringen wird.
 
Wer mit zwei oder mehr Dreschern erntet und noch keinen Umladewagen einsetzt, sollte den Beitrag zu diesen Anhängern ab Seite 64 intensiver anschauen. Neben der besseren Auslastung der Mähdrescher kommen mit mehr Bodenschonung und zusätz­lichem Nutzen bei Düngung sowie Aussaat schwer in Euro zu kalkulierende Vorteile dazu. Bezeichnend, dass Betriebsleiter bei der Ersatzinvestition eines Umladewagens oft zu einem größeren Modell greifen, um die Bunkerkapazität der Drescher und das Ladevolumen der Lkw am Feldrand optimal zu bedienen.
 
Raps bleibt eine wichtige Frucht auf unseren Äckern. Aber der Drusch der Ölfrucht erfordert ein radikales Umdenken. Spätere Reife führt zu einer Terminkollision mit der Weizenernte. Lösungsvorschläge dazu finden Sie ab Seite 70. Oft wird unsere wichtigste Ölfrucht zu früh gedroschen. Fünf oder zehn Tage später kann ein deutlich höherer Ertrag eingefahren werden, vor allem weil weniger Druschverluste auftreten.

 
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Jörg Möbius, Redakteur agrarmanager
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