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Ausgabe August_2014

Dossier: Herbstbestellung 2014

von , am
04.08.2014

Im Herbst wird der Grundstein für die nächste Ernte gelegt. Dem Pflanzenschutz kommt dabei eine gewichtige Rolle zu. Welche Mittel Ihnen hierfür 2014 zur Verfügung stehen, lesen Sie in unserem Dossier. Zudem stellen wir Ihnen eine interessante Begleitpflanzenmischung für den Rapsanbau vor.

Julia Reinhardt, Redaktion agrarmanager
Nach dem Drusch erfolgt umgehend die Herbstbestellung. Pflanzenschutz und -düngung sind dabei zwei wesentliche Faktoren, um hohe Erträge und gesicher­te Qualitäten zu erzielen. im Getreideanbau ist das Hauptziel der Unkrautbekämpfung im Herbst, die kon­kurrenzstarken Unkräuter soweit auszu­schalten, dass sie die Bestandsentwick­lung nicht negativ beeinflussen. Hierfür steht 2014 eine ausreichende Mittelpalette zur Verfügung.
 
Sowohl aus ökonomischen als auch aus ökologischen Gründen kann es Sinn machen, mit verringerten Aufwandmengen zu ar­beiten. Das ist aber nur empfehlenswert, wenn sie über gut ent­wickelte Getreidebestände verfügen, die ein weiteres Unkrautwachstum hemmen. Auch ist es wichtig, dass die Unkräuter noch klein sind und dass die über den Boden wirkenden Bestandteile der Präparate bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit ihr volles Potenzial entfalten können. Ansonsten sind Nachbehandlungen im Frühjahr notwendig. Das Herbizidsortiment ist auch zur Anwendung im Winterraps breit aufgestellt. Hier gilt es, die Arten zu bekämpfen, die den Rapsbestand überwachsen können und in erster Linie durch ver­stärkten Besatz, erhöhte Kornfeuchte und Ernteerschwernisse schädigend wirken. Hierzu zählen unter anderem die Rauke­- und die Kamille­arten sowie Ausfallgetreide.
 
Dass für die Aussaat 2014 kein Saatgut mit Insektiziderbeizung mehr zur Verfügung steht, kann vorrangig in Norddeutschland zu Bestandsschäden durch Kohlmottenfraß sowie zu einem erhöh­ten Insektizideinsatz gegen den Rapserdfloh führen. Achtung: Eventuell noch vorhandenes gebeiztes Saatgut aus den Vorjahren darf nicht ausgesät werden! Nach der Ernte ist auch ein günstiger Zeitpunkt, um die Boden­reaktion ihres Ackers optimal einzustellen. Am besten ist, den Kalk direkt nach der Ernte auf die Stoppeln auszubringen und an­schließend einzuarbeiten. Befinden sich kalkliebende Kulturen wie Mais, Raps oder Zuckerrüben in der Fruchtfolge, sollte vor deren Aussaat gekalkt werden. Bei der Kopfkalkung von Winter­getreide und Grünland muss wegen der Verätzungsgefahr darauf geachtet werden, keinen Branntkalk zu verwenden.
 
Interessant für alle Rapsanbauer dürfte eine aus Frankreich stammende Neuentwicklung sein, die diesen Herbst auch bei uns auf den Markt kommt: Eine Rapsbegleitpflanzenmischung. Hierbei handelt es sich um eine Leguminosenmischung, die ge­meinsam mit dem Raps gesät wird und dann über den Winter abfriert. Nach Angaben der Züchter hat dieser gemeinsame Auf­wuchs zahlreiche positive Auswirkungen, beispielsweise auf die Bodenfruchtbarkeit, den Schädlingsbefall sowie die Ertragshöhe. Wir werden die Begleitpflanzenmischung weiter im Auge behal­ten und sie darüber auf dem Laufenden halten. Zudem arbeiten die Züchter an einer ähnlichen Begleitmischung für den Getreide­anbau. Man darf also gespannt sein! Viel Spaß beim lesen unseres August­dossiers zur Herbstbestellung 2014!
 
 
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Julia Reinhardt, Redakteurin agrarmanager
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