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Ausgabe September 2013

Dossier: Landmaschinen finanzieren

von , am
29.08.2013

Die Landmaschinenhändler machen wieder Frühkaufangebote. Wer jetzt zuschlagen will, sollte alle Konditionen bei den einschlägigen Anbietern überprüfen. Doch nicht nur das Finanzielle allein entscheidet über die Marke des neuen Traktors.

Jörg Möbius, Redaktion agrarmanager
Es ist wieder Frühkaufzeit! Jetzt locken wieder alle großen Hersteller mit ihren hauseigenen Finanzierungsangeboten zum Kauf neuer Maschinen, vor allem von neuer Erntetechnik. Da werden Ihnen zum Beispiel Null Prozent Zinsen oder ein späterer Tilgungsbeginn im nächsten Jahr oder sogar im Februar 2015 angeboten.
 
Entstanden ist die Aktion Frühkauf schon vor vielen Jahren, um die Landmaschinenfabriken gleichmäßiger auzulasten und um frühzeitig Komponenten für die Produktion bei den Zulieferern in entsprechender Stückzahl kostengünstig zu bestellen. Das ist für die Hersteller nach wie vor wichtig. Deshalb gibt es nicht nur den saisonalen Frühkauf, sondern auch Hersteller, die ständig einen Abschlag auf den Listenpreis geben, wenn die Bestellung drei, sechs oder zwölf Monate vor dem gewünschten Liefertermin verbindlich vorliegt.

Bevor es aber an die Finanzierung einer neuen Maschine geht, sind andere Fragen zu klären: Welche Leistung soll die neue Maschine haben? Bei Mähdreschern kann gleich aus drei Druschkonzepten gewählt werden. Und nicht zu vergessen ist der Landmaschinenhändler. Ist der nächste Händler der Partner meines Vertrauens oder lohnt es, einen agileren Vertreter einer anderen Marke zu wählen, der nicht 25, sondern 40 km entfernt seinen Stützpunkt hat?

Die Zeitschrift Lohnunternehmer hat im März 100 ihrer Leser befragt: Was ist Ihnen wichtiger: Händler oder Marke? Das Ergebnis war eindeutig: 63% ist der Fachhändler wichtig, 24% halten zu Händler und Marke und nur 13% schwören auf eine Marke. So würden dann auch 64% mit dem Händler das Fabrikat mit wechseln. Ich bin mir sicher, so eine Befragung unter agrarmanager-Lesern würde zu ähnlichen Ergebnissen führen.
 
Wenn diese technischen und organisatorischen Fragen geklärt sind, geht es an die für Ihren Betrieb günstigste Art und Weise der Finanzierung. Von Barzahlung mit großem Rabatt über verschiedene Finanzierungen bis Miete und Leasing reicht dabei die Bandbreite. Mehr dazu lesen Sie auf den nächsten Seiten.
 
Jörg Möbius, Redakteur agrarmanager
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