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Ausgabe Oktober 2013

Dossier: Schweinegesundheit

von , am
25.09.2013

Eine stabile Gesundheit ist die beste Grundlage für eine effektive und wirtschaftlich erfolgreiche Schweineproduktion. Und wie so oft kommt es auch hier vor allem auf die Aufmerksamkeit, das Fachwissen und das "Händchen" des Betriebsleiters oder des Herdenmanagers an.

„Ohne Gesundheit ist doch alles nichts wert.“ Wahrscheinlich haben alle Großeltern dieser Welt auf die Frage nach der eigenen Befindlichkeit irgendwann einmal seufzend diesen Satz gesagt. Und je älter man selber wird, umso bereitwilliger stimmt man dieser Aussage zu. Manches kleine Wehwehchen lässt sich eine Zeitlang ignorieren, aber dauerhafte Schmerzen oder ständiges Unwohlsein gehen an die Substanz.

Dass eine stabile Gesundheit auch in der tierischen Erzeugung die Basis einer erfolgreichen Produktion ist, hat wohl jeder Nutztierhalter schon am eigenen Leib (und an den eigenen Betriebskennzahlen) erfahren müssen. Die beste Leistungsveranlagung, die ausgeklügeltste Ration und der modernste Stall helfen nicht mehr, wenn der Bestand kränkelt. Dabei sind es manchmal
Fütterung und Haltung selbst, die die Tiere belasten. Gerade in Schweineställen, in denen sich der Alltag der Tiere auf einer Ebene unterhalb der menschlichen Sichtachse abspielt, bleiben
Mängel an Konstruktion und Ausrüstung oft zu lange unbemerkt und führen zu sogenannten Technopathien. Der geübte, aufmerksame Blick des Herdenmanagers ist dagegen das beste Mittel.
 
Nicht alle gesundheitlichen Störungen lassen sich vermeiden, doch manchen kann man heute effektiver vorbeugen denn je. Ausgefeilte Impfprogramme mit immer besseren Wirkstoffen machen das möglich. Doch dabei gilt noch immer der Grundsatz: Die Waffen müssen zum Feind passen. Nicht alle Produkte, die neu auf den Markt kommen, helfen im eigenen Bestand, selbst wenn ein erster Blick auf die Symptomatik das verspricht. Genaueres zeigt sich oft erst unterm Mikroskop. Und auch für bewährte Impfmaßnahmen ist eine Überprüfung unverzichtbar, wenn sie nicht mehr wirken wie erwünscht. So mancher Erreger hat sich schon unter dem Deckmantel von Bekämpfungsstrategien gegen seine Konkurrenten in Schweineherden geschlichen und dort erheblichen Schaden angerichtet, bevor er identifiziert wurde.
 
Was also tun, wenn die Tiere bereits krank sind? Vor allem bei jungen Ferkeln ist jeder Durchfall lebensgefährlich. Neben der notwendigen Medikamentierung kommt es jetzt darauf an, die kleinen Körper vor Energieverlust und Austrocknung zu schützen. Und wer nicht mehr selber trinken kann, braucht Unterstützung, um über die heikle Phase zu kommen.
 
Nicht nur Ferkel, sondern vor allem auch Zuchtsauen sind betroffen, wenn es um Mykotoxine im Futter geht. Diese Pilzgifte sind heimliche Täter, ihre Anwesenheit bemerkt man oft erst an den Schäden, die sie anrichten. Vor allem bei Zukaufsfutter oder suboptimalen eigenen Lagerbedingungen sollte kein Landwirt auf regelmäßige Tests verzichten ­— und bei Bedarf reagieren.
 
Zu all diesen Themen lesen Sie mehr in unserem aktuellen Dossier. Denn ohne Gesundheit ist schließlich alles nichts wert.
 
Sabine Leopold, Redakteurin agrarmanager
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