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Ausgabe Januar_2015

Editorial: Nutztierhaltung wird neu definiert

von , am
04.01.2015

Tierhalter stehen in der Kritik - Presse, Öffentlichkeit und Politik reichen ein Thema nach den anderen durch. Und immer wieder geht es um Skandale und Skandalisierungen. Was heißt das für die Zukunft und wohin führen die Tierwohlinitiativen von Handel und Agrarministerium?

Norbert Lehmann, Redaktion agrarheute
Norbert Lehmann, Redaktion agrarheute © ah/dlv
Liebe Leser,
 
nichts ist so beständig wie der Wandel. Ja, das ist eine ziemlich abgegriffene Alltagsweisheit. Aber deshalb ist sie nicht falsch. Die Erwartungen der Gesellschaft an die Landwirtschaft verändern sich. Die Verbraucher wollen nicht mehr nur sichere, preiswerte Lebensmittel. Sie fordern zudem, dass es Rind, Schwein und Huhn gut gehen soll. Was das konkret bedeutet, wird gerade in großem Umfang neu definiert. Egal ob Zuchtziele, Haltungssysteme, das Töten von Eintagsküken, das Kürzen von Schnäbeln und Schwänzen oder das Enthornen - viele, lange Zeit unbeachtete Punkte der Tierproduktion werden hinterfragt. In einer Gesellschaft, in der Medien und Verbände die veröffentlichte Meinung prägen, wird dabei allerhand Unfug verbreitet. Aber es werden auch Forderungen formuliert, die davon zeugen, dass sich die Vorstellungen von einer akzeptablen Nutzung von Tieren mit der Zeit ändern. Die Gesellschaft entwickelt sich weiter, und mit ihr die Landwirtschaft.
 
Darum handelt derjenige landwirtschaftliche Unternehmer vorausschauend, der nicht beharrt auf dem, was war, sondern der seinen Betrieb vorbereitet auf das, was kommen wird. Mit unserem Titelthema Tierwohl wollen wir Ihnen einen Überblick über den Stand der Diskussion, die Verbraucherwünsche und betriebliche Anpassungsstrategien geben.
 
Einem steten Wandel unterliegen auch die Erwartungen an ein Fachmagazin wie den agrarmanager. In das neue Jahr starten wir darum mit zwei Neuerungen: Zum einen erleichtern wir Ihnen den Zugang zu unseren Marktinformationen und Marktanalysen im Internet. Ab sofort finden alle Abonnenten nach einem einmaligen Login sämtliche Marktdaten und Bewertungen durch unseren Marktspezialisten Dr. Olaf Zinke direkt auf der agrarmanager-Homepage. Der Umweg über das marktkompass-Portal entfällt ebenso wie die Unterscheidung in Plus- und Premium-Bereiche. Zum anderen erscheint der agrarmanager ab dieser Ausgabe auch als digitale Zeitschrift, als sogenanntes E-Paper. Die agrarmanager-Applikation steht in den App Stores von Apple und Google zum Herunterladen bereit.
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