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Ausgabe Juli 2013

Fruchtfolgen erfolgreich gestalten

von , am
01.07.2013

Hohe und schwankende Preise, Klimawandel, ein schrumpfendes Pflanzenschutzmittel-Portfolio: Die Anforderungen an eine ökonomische Fruchtfolgegestaltung haben sich geändert. Worauf es ankommt, erklärt der Unternehmensberater Joachim Riedel vom BB Göttingen.

Ein Vergleich der Erfolgsgrößen unserer Beratungsbetriebe zeigt, dass mit der Hausse und den großen Preisschwankungen an den Agrarmärkten die langfristige Vermarktungseffizienz heute einen erheblichen Einfluss auf das Betriebsergebnis hat: Es gilt, zum geeigneten Zeitpunkt mit den richtigen Mengen an den Markt zu gehen. Die Vermarktung ist aber heute und auch zukünftig nur einer von mehreren Bestimmungsgründen. Ebenso wichtig sind die langfristigen Naturaldaten und Kosten. Unsere Betriebsvergleiche zeigen, dass die Betriebe nachhaltig erfolgreich sind, die ihren Pflanzenbau im Griff haben.
 
Zur erfolgreichen Unternehmensführung gehört auch weiterhin, das Potenzial des Standortes zu angemessenen Kosten zu erschließen. Ökonomisch erfolgreich ist eine Fruchtfolge, wenn sie an die Standortverhältnisse gut angepasst ist, die ackerbaulichen Herausforderungen berücksichtigt, die Marktverhältnisse mittelfristig beachtet, zur Risikoverteilung sowie zur Maschinenauslastung beiträgt, bei knappen Ressourcen Arbeitsspitzen minimiert und in der Summe langfristig zum höchsten Fruchtfolgendeckungsbeitrag führt.
 
Die eine erfolgreiche Fruchtfolge gibt es nicht. Die Auswahl und Abfolge von Früchten in der Rotation werden hinsichtlich des Potenzials und der Herausforderungen des jeweiligen Standorts und der jeweiligen Unternehmensführung optimiert. Veränderte Rahmenbedingungen – wie die hohen und volatilen Preise, der Klimawandel und veränderte Gesetzeslagen – führen dazu, dass diese immer wieder überdacht werden müssen.
 
Als allgemeingültigen Trend kann man feststellen, dass bei Vorhandensein bestimmter Voraussetzungen die Vorzüglichkeit von Körnermais zugenommen hat. Das gilt auch für Wintergerste als Vorfrucht von Winterraps. Die Vorzüglichkeit des Winterraps liegt mit an der Spitze aller Anbauverfahren im konventionellen Anbau. Der bisher sehr umfangreiche Stoppelweizenanbau ist nicht mehr an allen Standorten wettbewerbsfähig. Zukünftig können veränderte agrarpolitische Rahmenbedingungen (N-Bilanzen, Greening, Eiweißpflanzeninitiativen der Bundesländer) auch den bisher weniger wettbewerbsfähigen Leguminosenanbau vorzüglicher werden lassen.
 
Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Juli-Ausgabe des agrarmanager.
 
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