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Fachbeiträge

Humus erhalten, Erträge sichern

von , am
29.01.2013

Wenn Wirtschaftsdünger zunehmend energetisch genutzt werden, wirft das die Frage auf, ob die Rückführung organischer Substanz längerfristig für den Erhalt der Humusversorgung noch ausreicht. Die Auswertung eines Dauerversuches liefert interessante Antworten.

Für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und somit auch der Ertragsfähigkeit spielt die Humusversorgung des Bodens eine herausragende Rolle. Der verstärkte Anbau humuszehrender Energiepflanzen, der drastische Abbau der Tierbestände in Ostdeutschland während der letzten zwei Dekaden sowie der Klimawandel sind nur einige der gewichtigen Gründe dafür, der Humusproblematik künftig mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
 

Humusversorgung gesichert?

Ob vor diesem Hintergrund die Rückführung der organischen Substanz noch ausreichend ist, um die Humusversorgung längerfristig zu sichern, dazu liefern die Ergebnisse eines Dauerversuchs, den das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie durchgeführt hat, wichtige Anhaltspunkte. Die Wissenschaftler untersuchten, wie sich eine unterschiedliche mineralisch-organische Düngung im Verlauf von 45 Jahren auf die Ertragsleistung und die Humusgehalte des Bodens auswirkt.

Die Versuchsergebnisse machen deutlich, dass eine standortangepasst ausreichende Humusversorgung für eine nachhaltige Bodennutzung, die langfristig hohe Erträge ermöglicht, unverzichtbar ist. Eine kombinierte mineralisch-organische Düngung wird diesem Ziel am ehesten gerecht.

Boden hat langes Gedächtnis

Da sich unter unseren Boden- und Klimabedingungen Veränderungen im Humusgehalt erst nach vielen Jahren zeigen, sollten die Bodenfruchtbarkeit gefährdende Fehlentwicklungen von vornherein vermieden  werden. Zu bedenken ist, dass wegen des sehr "langen Gedächtnisses" der Böden ungünstige Veränderungen auch sehr lange nachwirken können, Korrekturen nur langfristig möglich und sehr aufwendig sind.
 
 
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